Nachgefragt | Kommunalwahl am 8. März: Schicksalswahl für unsere Stadt

Nachgefragt | Kommunalwahl am 8. März: Schicksalswahl für unsere Stadt

Regensburg steht vor gewaltigen Problemen – kann die Kommunalwahl Abhilfe schaffen?


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Regensburg steht vor einer Menge Probleme (wir haben mehrfach berichtet): Die Kriminalität, vor allem repräsentiert durch migrantische Drogengangs, breitet sich vom Hauptbahnhof über die Maximilianstraße, das Diskothekenviertel und seit Neustem auch die Schwarze-Bären-Straße immer weiter in die Altstadt aus. Schmierer verschandeln seit Jahren Regensburgs Fassaden. Illegale Müllablagerung führt zu rechtsfreien Räumen, um die sich die Stadt nur auf Drängen kümmert: Das Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung wächst. Die Verelendung ganzer Straßenzüge in der Altstadt scheint zuzunehmen, bezeugt durch Geschäftsleerstände und einen allgemeinen wirtschaftlichen Niedergang.

Kann sich etwas ändern?

Vor den Kommunalwahlen ist Regensburg wie in Agonie. Nur eine konservativ-bürgerliche Stadtratsmehrheit würde diese Probleme realistischerweise überhaupt angehen – wir erinnern an unsere Anfrage an sämtliche Oberbürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten zur Drogenkriminalität in der Maxstraße, die aber nur von CSU, Freien Wählern und Volt beantwortet wurde (die AfD stellt keinen Kandidaten). Welche Mehrheitsmöglichkeiten gibt es und kann sich etwas ändern?

Mögliche Sitzverteilung im Stadtrat

Auch wenn eine zuverlässige Prognose nicht möglich ist und allein das Fehlen einer 5-Prozent-Hürde den Einzug von Splitterparteien unvorhersehbar macht, gibt es Trends, die abzusehen sind. Eine mögliche Verteilung der Stadtratssitze könnte folgendermaßen aussehen: 16 Sitze CSU, 8 Sitze Grüne, 5 Sitze SPD, 5 Sitze Brücke, 3 Sitze AfD, 3 Sitze Linkspartei, 2 Sitze ÖDP, 2 Sitze Freie Wähler, 1 Sitz Junge Union, 1 Sitz FDP, 1 Sitz CSB (Christian Janele), 1 Sitz Volt, 1 Sitz Ribisl, 1 Sitz Die Partei.

Was ist dann die wahrscheinlichste Variante?

Der Stadtrat hat 50 Sitze, der 51. geht an die Oberbürgermeisterin bzw. den Oberbürgermeister (OB). 26 Stimmen bilden also die absolute Mehrheit. Favoritin für den OB-Sessel ist Dr. Astrid Freudenstein von der CSU. Am Wahrscheinlichsten koaliert die CSU dann mit FDP, Freien Wählern, Junger Union (zusammen 21 Sitze) und einer dritten Partei. Rein rechnerisch möglich wären die Grünen, die SPD oder die Brücke.

 

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Rein konservativ-bürgerliches Bündnis möglich?

Damit sich in dieser Stadt wirklich etwas ändern kann, bräuchte es eine rein konservativ-bürgerliche Koalition. Die OB mit CSU, Junger Union, Freien Wählern, FDP und CSB kämen aber in unserer Prognose auf nur 22 von 26 Sitzen. Und zur AfD hin wird vermutlich die berühmt-berüchtigte „Brandmauer“ hochgezogen bleiben. Für die konservative relative Mehrheit wird es also heißen, Kröten zu schlucken. Man darf gespannt sein, welche und wie viele …

Ein frischer Wind?

Am 8. März 2026 wird gewählt. Die derzeitige SPD-Oberbürgermeisterin, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, wird nicht mehr antreten. Es kommt also zwangsläufig zu einer Veränderung. Die Regensburger Schicksalsfrage wird aber lauten: Was kann die Stadt von dieser Veränderung tatsächlich erwarten? Über den Ausgang der Wahl werden wir berichten. (lnw)

 


Die „Nachgefragt“-Reihe

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  • gepostet am: Dienstag, 24. Februar 2026

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