Nachgefragt | Drogenhotspot Maxstraße – geht Regensburg das Problem endlich an?

Nachgefragt | Drogenhotspot Maxstraße – geht Regensburg das Problem endlich an?

 

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Die Maximilianstraße in Regensbg – ein Drogenhotspot selbst an helllichtem Tag. Unsere intensive Berichterstattung der letzten Monate hat enorme Resonanzen und eine starke öffentliche Diskussion hervorgerufen. Dafür wollen wir uns herzlich bei allen Leserinnen und Lesern bedanken! Auch die MZ hat sich des Themas inzwischen angenommen.ur

500.000 € Steuergelder für fraglichen Zweck

Wie auch die Mittelbayerische Zeitung (MZ) berichtet, gebe es in der Maxstraße Probleme mit Lautstärke, Vandalismus, Drogenverkauf, Diebstahl und Einbrüchen – vor allem durch kriminelle Tunesier. Der neue Hotspot seien die Arkaden an der Ecke Grasgasse, wo Leute schlafen, ihren Müll abladen, ihre Notdurft verrichten und ihre Drogen verstecken. Die Stadt Regensburg habe reagiert und wolle die Arkaden renovieren und vandalismussicher verglasen. Das koste 500.000 €. CSU und Grüne finden in seltener Harmonie, das sei zu teuer, so die MZ.

Unsinniger, aber teurer Aktionismus?

Wir haben schon vor einem halben Jahr über die „Wildbiesler“ in der Grasgasse und die katastrophalen Zustände im gesamten Umgriff des Maxstraßen-Areals berichtet. Dass sich nun etwas tut, ist gut. Aber eine halbe Million für eine Kleinmaßnahme, bei der das eigentliche Problem nur gestreift wird, ändert an der bedrückenden Grundsituation nichts. Vielleicht werden Leute daran gehindert, in den Säulengang zu pinkeln – das herrschende soziale und kriminelle Problem aber bleibt bestehen.

 

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Geht das nicht besser?

Wäre es nicht sinnvoller, diese 500.000 € z.B. in einen privaten, die Polizei unterstützenden Securitydienst zu investieren? Und in eine lückenlose Videoüberwachung? Ganz nach dem Vorbild der Schwarzen Scheriffs, die bis 2015 dabei halfen, die Münchner U-Bahn wieder sicher zu machen. Ein ähnlicher Sicherheitsdienst könnte das Gebiet rund um die Uhr bestreifen, eventuell auch mit der Kompetenz ausgestattet werden, Tatverdächtige bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Die geplante Baumaßnahme wirkt hingegen ziemlich hilflos und passiv.

Immerhin: Der Wille scheint da

Es ist dennoch löblich, dass die Stadt endlich zeigt, dass sie sich um die Probleme kümmern will. Leider scheinen ihre Maßnahmen bisher ungeeignet dazu, um wirklich etwas zu ändern. Wie man die 500.000 € sinn- und wirkungsvoller ausgeben könnte, da hätten wir viele Ideen. Und unsere Leser vermutlich auch. (lnw)

 


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