Jubiläum | Die Frau, aus der was wurde: Juliette Greco

Jubiläum | Die Frau, aus der was wurde: Juliette Greco

Bildunterschrift: Vom Christkind zur gefragten Schauspielerin: Juliette Greco.

 

Am Anfang schrieb die RSZ nur über Juliette Greco. Dann wurde sie das Christkind des Romantischen Weihnachtsmarktes, gefragte Schauspielerin und landete gleich zweimal im Playboy.

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Die Unternehmen der Firmengruppe Peter Kittel stehen stets in engem Kontakt, manchmal profitieren sie auch voneinander. Wie 2004, als die Schauspielakademie von Elmar Cichy und Meike Fabian, oftmals Thema der Berichterstattung der Stadtzeitung und verlässlicher Anzeigenkunde, an den Veranstaltungsservice herantrat. Sie hätten da eine Kandidatin für die Rolle des Christkinds auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt im Fürstlichen Schloss …

Die junge Dame war der RSZ gut bekannt, hatte sie doch schon ab und zu über sie geschrieben: Juliette Menke hieß die 1981 in Bremen geborene Nachwuchsschauspielerin, die bereits am Stadttheater Pegnitz viele Rollen besetzt hatte und in Regensburg eigentlich Pädagogik studieren wollte. „Doch ich habe bald gemerkt, dass das Herz für die Schauspielerei stärker schlug“, sagt sie am Stadtzeitungstelefon. „Da habe ich all meinen Mut zusammengenommen, ganz dreist bei der Schauspielakademie angerufen, obwohl das dortige Schuljahr schon begonnen hatte und gefragt, ob sie mich dennoch anschauen würden.“

Das geschah tatsächlich – Juliette Menke wurde genommen. Und sie überzeugte Peter Kittel bei der Auswahl des Christkindes. Eigentlich kein Wunder. Denn Juliette Greco, wie sie seit der Hochzeit mit Salvatore Greco 2013 heißt, war schon immer „Weihnachtsfan. Ich habe am 24. Juni Geburtstag, das ist genau in der Mitte zwischen zwei Heiligen Abenden. Für mich ist das der Startschuss für die Geschenksuche. Nebenbei sammle ich auch Weihnachtskugeln, bisher habe ich keine doppelt. Und ich liebe Weihnachtsmärkte, je nostalgischer, desto besser.“

Wegen der Nostalgie am Romantischen Weihnachtsmarkt war der Christkind-Job trotz unzähliger Auftritte für Juliette das reine Vergnügen. Trotz einem sehr schmerzhaften Erlebnis: „Als Studentin hatte ich ja nur ein Fahrrad, mit dem ich immer zum Markt fuhr. Einmal wurde ich von einem Auto angefahren und war kurz bewusstlos. Als ich wieder zu mir kam, fragte mich jemand, ob ich wüsste, was passiert sei und wer ich bin. Ich antwortete, ich bin das Christkind und muss zum Schloss.“ Zum Glück hatte sie ihr Kostüm dabei und konnte so aufkommende Zweifel an ihrer Zurechnungsfähigkeit beseitigen.

Das Knie war allerdings angebrochen. „Deshalb konnte ich kaum ohne Krücken laufen“, erinnert sich Juliette Greco. „Aber ich habe das sehr, sehr gerne gemacht, das war ein toller Job.“ Und der sollte ihr viele Türen öffnen: Nach größeren Theaterrollen („in „Cabaret“, „Carousel“, „Liebe! Sünde? Volume 2“ und dem deutschlandweit aufgeführten Musical „Die Händlerin der Worte“) und ersten Fernsehauftritten („Paul Panzer präsentiert: Die unglaublichsten Geschichten“) war ab 2007 spätestens die Rolle der Lena Öztürk in der täglichen RTLSeifenoper „Alles was zählt“ ihr großer Durchbruch. Gastrollen in „Alarm für Cobra 11“ und „Danni Lowinski“ folgten.

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2011 (noch als Juliette Menke) und 2017 zog sich die schöne Blondine für den Playboy aus, war beide Male sogar das Covergirl. „Ich finde es auch schön, dass ich das unter zwei Namen geschafft habe“, sagt sie. Mit 38 Jahren ist Juliette Greco mittlerweile zweifache Mutter. Ihre sechsjährige Tochter und der einjährige Sohn sind auch Grund für ihren Ausstieg bei „Alles was zählt“, den sie im vergangenen November verkündete: „Beim ersten Kind war mein Mann in der Anfangszeit zu Hause, beim zweiten eben ich.“

Doch das quirlige Ex-Christkind hat schon Zukunftspläne. In gar nicht so ferner Zukunft wird Juliette Greco wieder ein neues Demovideo aufnehmen, gerade aktualisiert sie ihre Schauspielportraits. „Und das Stadttheater Regensburg darf mich auch ruhig anrufen. Regensburg und alles, was ich damit verbinde, ist und bleibt meine heimliche Liebe.“ (ssm)

 


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