Nachgefragt | Nach Stadtzeitungsbericht: Stadt bessert Impf- und Testzentrum nach

Nachgefragt | Nach Stadtzeitungsbericht: Stadt bessert Impf- und Testzentrum nach

Bildunterschrift: Es war höchste Zeit: Endlich hat die Stadt reagiert und das Impfzentrum vergrößert.

 

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Mit dem in der Aprilausgabe erschienenen Artikel über das Impfzentrum-Fiasko am Dultplatz („‚So ein scheiß Durcheinander!‘ – Ein Stimmungsbild beim Regensburger Impfzentrum“, RSZ Nr 04/2021) hat die Regensburger Stadtzeitung offenbar in ein Wespennest gestochen. Zahlreiche Medien nahmen die Stadtzeitungskritik zum Anlass für eigene Recherchen und kamen zu einem ähnlich harten Urteil über die dort herrschenden Zustände. Kein bzw. nur höchst unzureichender Wetterschutz für die dort wartenden, überwiegend hochbetagten Mitbürger. Keinerlei Aufwärmmöglichkeiten. Schlechte Organisation an allen Ecken und Enden. Höhepunkt der allgemeinen Empörung war schließlich der erschütternde Bericht von Altbürgermeister Weber, der seine persönlichen Erfahrungen beim Impfzentrum in der MZ eindrucksvoll schilderte.

Einfach zum Fremdschämen: Personal wird nicht versorgt

Bewundernswert dagegen, mit wieviel Pflichtgefühl, Hingabe und Leidensbereitschaft das dortige medizinische Personal gegen alle Widrigkeiten des organisatorischen Desasters ankämpft und angesichts dieser Um- und Zustände einen geradezu übermenschlichen Job leistet! Umso unverständlicher auch hier das geradezu zynische Verhalten der Stadt: Anstatt das vollkommen überstrapazierte Personal wenigstens vernünftig mit kostenlosen warmen Mahlzeiten und Getränken zu versorgen, geschieht fast nichts dergleichen! Die am Dultplatz eingesetzten, teils ehrenamtlichen Kräfte müssen sich nahezu vollständig und auf eigene Kosten selbst versorgen! O-Ton städtische Pressestelle: „Es gibt (kostenlos) Kaffee und Mineralwasser. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden für ihre Arbeit im Impf- und Testzentrum entlohnt (bzw. Belege können auch beim Verband der Rettungsdienste eingereicht werden).“ Peinlicher geht es nicht!

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Es gäbe deutlich bessere Standortalternativen als ein improvisiertes Zeltlager auf dem Dultplatz, aber die Stadt sträubt sich noch.
© Lukas N. Wuttke

Lichtblick: Zumindest an der Logistik wurde nachgebessert

Aber immerhin: Auf die massive Kritik der Stadtzeitung und der Öffentlichkeit an den anhaltenden organisatorischen und logistischen Unzumutbarkeiten reagierte die Stadt nach Monaten des Zuwartens und Nichtstuns kürzlich mit dem Umbau des Impfzentrums. Im Wartebereich hat man nun endlich Zelte aufgestellt, um die Wartenden wenigstens nicht mehr im Regen stehen zu lassen. Die Registrierungskapazitäten wurden erhöht, der Aufklärungsbereich wurde erweitert und der Impfbereich sowie der Wartebereich nach den Impfungen vergrößert. Nun können deutlich mehr Menschen in kürzerer Zeit geimpft werden und auch die Wartezeiten haben sich erheblich reduziert. Wenn die Stadt jetzt noch begreift, dass sie eine Fürsorgepflicht auch gegenüber den dort arbeitenden medizinischen Helfern hat und sie anständig versorgt, wäre ein schmerzlich langer Lernprozess endlich positiv abgeschlossen. Die Stadtzeitung bleibt dran und wird berichten! (lnw)


Lesen Sie auch den Impfzentrum-Artikel vom letzten Monat

Zum Artikel „Umweltzerstörung im Dienste von IKEA?“

Zum Artikel „Peinliche Lobeshymne auf Stefan Aigner rückt Regensburger Almanach ins Zwielicht“

Zum Artikel „Trostpreis dezentrale Dult“


Die „Nachgefragt“-Reihe

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  • gepostet am: Freitag, 30. April 2021

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