Nachgefragt | Bürger fordern: Stoppt das RKK-Monster!

Nachgefragt | Bürger fordern: Stoppt das RKK-Monster!

Es werden immer mehr. Bei der Stadtzeitung meldeten sich immer mehr Regensburger, die die Patenschaft für einen der 150 Bäume übernehmen wollen, die den irrwitzigen Stadthallen- und Busbahnhofs-Plänen zum Opfer fallen sollen. Sie werden sich schützend vor „ihren“ Baum stellen, sollten ihn die Stadtplaner tatsächlich mit ihren Motorsägen umlegen wollen. Doch die Regensburger haben es ja selbst in der Hand, dieses völlig unsinnige Baumsterben zu verhindern: Am 14. Oktober 2018 können sie beim Bürgerbegehren dafür sorgen, dass die Planungen für das Regensburger Kongress- und Kulturzentrum (RKK) gestoppt werden!

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Bereits 1999, 2004 und 2006 hatten die Bürger mit ihrem Votum die Stadthalle abgelehnt (mit Werten bis zu 67,5 Prozent der Stimmen), 1990 war CSU-Oberbürgermeister Friedrich Viehbacher abgewählt worden, weil er das Prestigeobjekt unbedingt am Donaumarkt verwirklichen wollte. Regensburg lehnte die Halle also bereits vier Mal ab. Und auch jetzt gibt es im Prinzip nur vernünftige Argumente gegen den Bau, dessen Kosten mit 100 Millionen veranschlagt werden.

Völlig veraltete Planungen

Da ist zum einen die Ausgangssituation. Die Stadthallenplanungen begannen in den Siebziger Jahren, Regensburg war rund 1800 Jahre alt, galt aber als touristische Diaspora. Also sollten mehr Menschen in die Stadt gelockt werden, durch Kongresse, Veranstaltungen, Tagungen. Dadurch sollte die entwicklungsgebremste, zum Teil auch sehr baufällige Stadt aufblühen.

Doch dann kam die Altstadtsanierung, die des Runtingerhauses, Hinter der Grieb, die der Platzfolge, des Domes, der Gesandtenstraße, des Bismarckplatzes. Regensburg wurde immer schöner – und schließlich Weltkulturerbe. Ein Papstbesuch lenkte die Blicke der ganzen Welt auf diese Stadt. Immer mehr Touristen kamen, mit ihren Autos, den Bussen, seit Jahren auch verstärkt mit den Flusskreuzfahrtschiffen.

Inzwischen wird die Stadt tagtäglich regelrecht überschwemmt von tausenden von Besuchern aus aller Welt. Das geht inzwischen so weit, dass Hutmacher Nuslan schon öffentlich darüber nachdachte, für das Betreten seines Geschäfts zwei Euro Eintritt zu verlangen, weil der ganze Verkaufsraum voller Leut‘ ist, die nur schauen wollen.

Selbst im Winter reißen die Besucherströme – vor allem auch wegen des Romantischen Weihnachtsmarktes beim Fürstlichen Schloss – nicht ab. Regensburg boomt – braucht es da wirklich noch mehr Leute in der Stadt?

Der unfassbare Eingriff in die Allee

Die besitzt mit der 1779 zwischen Herzogspark und Königlicher Villa errichteten Fürstenallee ein einzigartiges Naturdenkmal. Einen herrlichen Grüngürtel aus rund 2000 Bäumen rund um die Altstadt, von dem Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus, pensionierter Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, sagt, ein Stadtführer aus dem Jahre 1842 habe ihn als „schönsten Platz der Stadt“ geführt – mit dem Zusatz „Hier soll sich der Mensch selbst erkennen.“

In genau diese Allee will die Stadt jetzt massiv eingreifen. Das Gutachten des Landschaftsarchitekten-Büros Georg Zimmermann zur Machbarkeitsstudie (von der Stadt in Auftrag gegeben!) sah den Rodungsbedarf für das RKK bei 100 zum Teil jahrhundertealten Bäumen, für den benachbarten Zentralen Omnibusbahnhof bei 50 Bäumen. Für Dr. Peter Morsbach, Chef der Altstadtfreunde, Verleger und Hochschullehrer für Denkmalpflege, Denkmalkunde, Kunst- und Architekturgeschichte ist das „ein Schlachten der Stadt. Jeder gefällte Baum ist ein Baum zu viel.“

  • Das sind einige der Baumpaten der Regensburger Stadtzeitung. Sie wollen dafür sorgen, dass den Bäumen in der Allee nichts passiert und sich schützend vor sie stellen, sollte die Stadt den Stadthallen-Irrsinn durchsetzen wollen.

  • Das sind einige der Baumpaten der Regensburger Stadtzeitung. Sie wollen dafür sorgen, dass den Bäumen in der Allee nichts passiert und sich schützend vor sie stellen, sollte die Stadt den Stadthallen-Irrsinn durchsetzen wollen.

  • Das sind einige der Baumpaten der Regensburger Stadtzeitung. Sie wollen dafür sorgen, dass den Bäumen in der Allee nichts passiert und sich schützend vor sie stellen, sollte die Stadt den Stadthallen-Irrsinn durchsetzen wollen.

  • Das sind einige der Baumpaten der Regensburger Stadtzeitung. Sie wollen dafür sorgen, dass den Bäumen in der Allee nichts passiert und sich schützend vor sie stellen, sollte die Stadt den Stadthallen-Irrsinn durchsetzen wollen.

  • Das sind einige der Baumpaten der Regensburger Stadtzeitung. Sie wollen dafür sorgen, dass den Bäumen in der Allee nichts passiert und sich schützend vor sie stellen, sollte die Stadt den Stadthallen-Irrsinn durchsetzen wollen.

  • Das sind einige der Baumpaten der Regensburger Stadtzeitung. Sie wollen dafür sorgen, dass den Bäumen in der Allee nichts passiert und sich schützend vor sie stellen, sollte die Stadt den Stadthallen-Irrsinn durchsetzen wollen.

    Über 1300 Käfer- und Pilzarten hätten sich in der Allee angesiedelt. Vogelschutzexperte Tom Aumer: „Gibt es die Bäume nicht mehr, gibt es auch keine Insekten mehr, sie tragen zum Beispiel zur Vermehrung von Pflanzen bei sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens. Die Bestäuber unter den Insekten leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln.“ Die alten Bäume haben somit eine immens wichtige Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht in der Stadt.

    Und sie sind die Sauerstofflieferanten für die Stadtbewohner: Jeder ausgewachsene Baum produziert täglich so viel Sauerstoff, dass bis zu 20 Menschen den ganzen Tag über atmen können. Trotzdem wollen sie 150 Bäume einfach umholzen!

    Kommen jetzt die Tricksereien?

    Die Stadt – vermutlich verstört über die Wucht des Bürgerprotestes – will jetzt panisch abwiegeln. Sie behauptet allen Ernstes, die Eingriffe in den Baumbestand wären nahezu minimal und am Schluss gibt es gaaaanz viel mehr Grün als vorher. Und vermutlich kommt demnächst der von ihr gern benutzte Kunstgriff, wenn störende Bäume möglichst schnell umgeholzt werden sollen: Dann werden diese Bäume ganz schnell als morsch, einsturzgefährdet, krank, ökologisch wertlos, eigentlich nur bessere Sträucher und als eine Gefahr für die Allgemeinheit diffamiert und im Handstreich gleichsam über Nacht umgelegt. Dabei hat doch selbst der erklärte Stadthallenbefürworter Joachim Wolbergs – damals noch in Amt und Würden – die Zahl von 150 Bäumen genannt, die gefällt werden sollen.

    Doch es geht noch grotesker: Einige Geschäftsleute, die offenbar darauf hoffen, von einem RKK unmittelbar zu profitieren, werben in einer teuren und aufwändigen Kampagne tatsächlich damit, dass die Stadthalle „Mehr Grün“ bedeute. Der Park vor dem Bahnhof werde aufgewertet, am Ernst-Reuter-Platz werde auch was gepflanzt. Dass es 200 Jahre dauern könnte, bis etwaige Ersatzpflanzungen den jetzigen Bäumen gleichen – davon sagen sie nichts. Und was bitteschön bedeutet in einem Technokratenkopf schon „Mehr Grün“? Mehr Zierrasen als vorher? Ein paar neckische Buchsbäumchen in betonumrandeten Einheitsbeeten? Vielleicht die obligatorischen Stiefmütterchenplantagen mit dem Supergag des blühenden Stadtwappens mittendrin? Klar ist: Ein über Jahrhunderte gewachsenes Ökosystem soll dem RKK-Monster buchstäblich zum Fraß vorgeworfen werden, und diese Wunde wird in Jahrzehnten nicht verheilt sein!

    Ein Klotz von gigantischem Ausmaß

    Dieser Eingriff wäre neben dem Hallenbad und sicherlich auch dem jetzt auf dem Keplerareal stehenden Wirsingbau ein neuer schmerzhafter Schnitt in den Grüngürtel – und sicherlich der heftigste: Mit rund 10.000 Quadratmetern Fläche wäre der riesige Klotz fast doppelt so groß wie das Museum der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt, zudem deutlich höher! 25 Meter soll das Monstrum nach oben wachsen – das jetzt dort stehende Wirsing-Gebäude ist 22 Meter hoch, das Museum „gerade mal“ 17 Meter.

    • So soll das RKK-Monstrum aussehen. 25 Meter soll der Klotz hoch sein.

    Soll ein Naturdenkmal einem solchen Großklotz geopfert werden, beste Erholungsqualität einem Flächenfraß? Einem unförmigen Quader, über den der Kunsthistoriker und emeritierte Denkmalpflege-Professor Achim Hubel sagt: „Wieder mal ein Beispiel, dass die Regensburger nicht mehr wissen, was Architektur ist, weil alles gleich aussieht“?

    Verkehrsplaner machen sich lächerlich

    Bis zu 1800 Leute sollen ja bei Großveranstaltungen in das Kongress- und Kulturzentrum kommen, dazu Caterer, Veranstaltungstrucks, andere Lieferanten. Besonders am Wochenende, auch sonntags und nachts. Und das passt nun gar nicht zu der Argumentation der Befürworter, die auf ihrer „Pro-RKK“-Internetseite behaupten, „der Durchgangsverkehr soll reduziert, der gesamte Bereich verkehrsberuhigt“ werden. Außerdem soll das Keplerareal „durch die Nähe zum Hauptbahnhof und zentralen Omnibusbahnhof optimal an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen werden. Bei Veranstaltungen kann es deswegen überwiegend ohne Auto erreicht werden.“

    Nun ja: 100 Meter vom Audimax entfernt gibt es einen großen Busbahnhof, keine 50 Meter sind es zur Bushaltestelle. Doch wie viele Konzertbesucher fahren denn tatsächlich mit dem Bus? Wie viele aus den umliegenden Gemeinden mit dem Zug, der ja sicherlich besonders am späten Sonntagabend oder in der Nacht Verkehrsverbindungen im Zehn-Minuten-Takt liefert?

    Das ist reine Augenwischerei. Die meisten Leute würden mit dem Auto kommen, eine Stadthalle würde auch zusätzlichen Verkehr am Altstadtrand mit sich bringen, eine mögliche Tiefgarage würde bei Veranstaltungen Stopp-und-go-Verkehr bedeuten, für Dauerstau und Chaos rund um den Bahnhof sorgen. Und für Parkplatz-Suchverkehr in den umliegenden Straßen.

    Besonders pikant: Die Stadt gibt sich mit den Stadthallenplänen hinsichtlich ihrer Verkehrsplanung ja geradezu der Lächerlichkeit preis! Wegen der hohen Feinstaubwerte haben sie an der Maximilianstraße und an der D.-Martin-Luther-Straße erst Mitte Januar eine Umweltzone eingeführt. Beide Straßen liegen genau an der geplanten Stadthalle. Erst eine Umweltzone einrichten, danach ein zusätzliches, gigantisches Verkehrsaufkommen in diese Zone locken – was für ein schreiender Irrsinn!

    Halle schon jetzt überflüssig

    Und wofür das Ganze? Für eine Halle, in deren Machbarkeitsstudie Gutachter davon ausgehen, dass bei 80 Prozent aller möglichen Veranstaltungen höchstens 800 Teilnehmer kämen! Dabei gibt es bereits jetzt genügend unausgelastete Veranstaltungsorte – wie z.B. das neu gebaute und hochgejubelte marinaforum!

    Das hätte Platz für 750 Menschen, in die RTHalle passen sogar 800. Ins Velodrom 600, in den Neuhaussaal 440, in die Tagungsräume der Continental-Arena 640, ins Kolpinghaus 560, ins Parkside am Stadtpark 400. Und für Großveranstaltungen gibt es die Donau-Arena, die je nach Bestuhlung und Bühnenaufbau zwischen 7700 und 9000 Besucher fassen kann. Oder eben das Audimax, in dem 1450 Menschen Platz nehmen können.

    Wie viele Kongresse und Konzerte bräuchte Regensburg wohl, um allein diese Hallen zu füllen?

    Kein Wunder, dass Veranstaltungsexperten die Stadthalle bei diesen Voraussetzungen als „wirtschaftlichen Unsinn“ bezeichnen. Sie ist schon jetzt überflüssig.

    Was wäre die Alternative?

    Das Bündnis „Kein RKK auf dem Kepler-Areal“ fordert, die für die Stadthalle veranschlagten 100 Millionen Euro sollten lieber in den Bau bezahlbarer Wohnungen gesteckt werden. Nachdem die Diakonie ja angekündigt hat den Keplerbau abreißen zu wollen, könnten ja einige davon genau da gebaut werden!

    Hubel: „Die Alternativen zum RKK könnten wunderschön sein, etwa eben das Wohnen im Grünen.“ Doch das will das Stadtplanungsamt offenbar nicht. Am Brandlberg, so Hubel, hätte ein Münchner Architekt 190 Wohnungen hingestellt, „Wohnen in Obstgärten“ habe das Projekt heißen sollen, das von viel Grün begleitet worden wäre. Doch die Stadt habe dort unbedingt 500 Wohnungen haben wollen und sich durchgesetzt. Wie schrecklich dort jetzt die Bebauung aussieht, wissen am besten die alteingesessenen Brandlberger, die ihren Ortsteil nicht mehr wiedererkennen.

    • Dr. Peter Morsbach und Prof.Achim Hubel sind guter Dinge: Sie vertrauen fest auf die Regensburger und darauf, dass diese die Halle an diesem Standort erneut ablehnen.

      Für eine Stadthalle gäbe es sicher auch mehr Zustimmung, würde die Stadt sie nicht unbedingt mitten in die Fürstenallee setzen wollen. Nur ein paar Meter weiter neben den „Regensburg Arcaden“ wäre sie gut aufgehoben, bei der Continental-Arena noch besser. Parkplätze gäbe es an beiden Standorten auch schon genug.

      Wieder Mal kurios: Wer dagegen ist, sagt Ja

      Für die Stadthalle am Ernst-Reuter-Platz kann es aus all diesen Gründen eigentlich nur eines geben – die Ablehnung auf breiter Front. Doch um die zu erzielen, müssen bei der Abstimmung am 14. Oktober 2018 möglichst viele Regensburger „Ja“ sagen. Klingt komisch, ist aber so. Fragen bei Bürgerentscheiden müssen positiv gestellt werden, so will es das Gesetz.

      Wer also das RKK nicht in der Allee haben will, muss sein Kreuz bei „Ja, ich bin dafür, dass alle Vorarbeiten und Planungen für ein Kultur- und Kongresszentrum auf dem Keplerareal unverzüglich gestoppt werden“ setzen. Merksatz: Nur wer JA sagt, der sagt NEIN! Das machen hoffentlich sehr viele Regensburger. Damit dieses Monster mitten in der Stadt endgültig erlegt ist und Menschen wie Bäume in Ruhe weiterleben können. (ssm)

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      Prominente und einfache Leute sind dagegen

      Die Initiative gegen das RKK am Ernst-Reuter-Platz wird in den beiden Wochen vor dem Bürgerentscheid mit einem Plakat gegen die Stadthalle werben. 59 Unterstützer präsentieren sich darauf, prominente wie ganz normale Regensburger. In der Regensburger Stadtzeitung sagen einige von ihnen, warum sie sich gegen ein RKK auf dem Kepler-Areal aussprechen:

      „Weil ich für den Stopp der städtischen Planungen bin, die ja schon mit der Konzeption eines Zeitungskiosk überfordert sind.“
      Wolfgang Baum, Kfz-Handwerksmeister, Betriebswirt

      „Weil ich denke, dass dadurch das Ensemble mit den Parks, Bahnhof und „Eingang“ zur Stadt zerstört wird.“
      Claudia Bernhard, Teamassistentin

      „Weil jeder schöne alte Alleebaum für Regensburg wichtiger ist als ein gigantischer RKK-Betonklotz.“
      Karl Bierl, Diplompädagoge

      „Weil die Regensburger mehr als Prestigeprojekte verdient haben: Mehr bezahlbaren Wohnraum, eine saubere Luft zum Atmen und gute Mobilität für alle!“
      Theresa Eberlein, Studentin

      „Weil es jetzt am Bahnhof allein darum gehen muss, moderne Mobilität zu organisieren! Es wird mehr Fernbusse, Shared Mobility, Flugtaxis geben, und auch Autos brauchen Platz. Regensburg muss zuallererst seinen Verkehr in den Griff bekommen.“
      Dr. Astrid Freudenstein, CSU-Stadträtin

      „Weil ich für eine finanziell vertretbare Umgestaltung und ökologische Aufwertung des ganzen Grünbereichs bin und dabei ein RKK absolut kontraproduktiv ist.“
      Joachim Graf, Bezirksrat und Stadtrat ÖDP

      „Weil es noch mehr Verkehr anzieht, den Grüngürtel noch mehr zerstört und damit für das Weltkulturerbe unverträglich ist. Steuermittel gehören investiert in den riesigen Nachholbedarf bei ÖPNV und sozialem Wohnungsbau.“
      Michael Heuberger, Schauspieler

      „Weil ich mir auf dem Keplerareal auch gut eine gemischte Nutzung an Gewerbe und Wohnen vorstellen könnte und wir müssen dabei auch an unsere Altstadtkaufleute denken“.
      Angelika Insam, ehemalige „Kunsthandlung Insam“, Rentnerin

      „Weil ich seitens der Stadt für die Bevorzugung von Genossenschaftlichem Wohnungsbau und eine bessere Kapitalausstattung der Stadtbau bin.“
      Reinhard Kellner, Diplompädagoge

      „Weil wir in Regensburg keine weiteren Tiefgaragen, sondern Platz für Menschen und Räder brauchen.“
      Mirjam Körner, Studentin

      „Weil ich kein Faible für Prestigeobjekte habe, für die auch noch alte Bäume gefällt werden sollen. Für den bedingungslosen Erhalt unserer grünen Lunge!“
      Angela Kreuz, Schriftstellerin, Diplom-Psychologin

      „Weil ich für eine nachhaltige Haushaltspolitik bin: Für eine lebenswerte Stadt brauchen wir ein richtig gut ausgebautes Radwegenetz und einen hervorragenden ÖPNV, nicht einen dauerhaft defizitären Prestigebau!“
      Astrid Lamby, ÖDP-Stadträtin

      „Weil der Alleengürtel das Heiligtum der Regensburger ist und weil er als Teil des Weltkulturerbes geschützt, gepflegt und wieder hergestellt werden muß, wo er durch den Busbahnhof beschädigt ist.“
      Rita Lell, Autorin, Lehrerin a. D.

      „Weil ich finde, dass jeder einzelne gesunde Baum in unserer Stadt so wertvoll ist und ich für den Erhalt unseres wunderschönen Alleengürtels bin.“
      Anna Murr, Musikerin

      „Weil ich für die Gestaltung eines charmanten Regensburgs bin. Die Kosten eines RKKs investiert in fahrradfreundlichen Verkehr, in kleine Kulturstätten und -initiativen, in schönen Genossenschafts- und Stiftungswohnraum, in Grün- und Freizeitflächenpflege – das pimpt den Charakter der Stadt.“
      Tobias Ostermeier, Kabarettist

      „Weil ich nach der Ankunft mit dem Zug keinem Betonklotz gegenüber stehen möchte, gewaltiger als der Baukörper des Hauses der Bayerischen Geschichte. Ich möchte einen Grüngürtel mit herrlichen Bäumen vor mir haben, der mir sofort das Gefühl gibt: „Hier bist du zu Hause!“
      Ernst Seidemann, Stud. Dir. a.D.

      „Weil erst eine vernünftige und zuvor durchdachte Verkehrsplanung umgesetzt werden sollte, bevor in ein nachweislich defizitäres Veranstaltungszentrum wie ein RKK investiert wird. Veranstaltungsräume gibt es genug in dieser Stadt. Und was nützt uns ein weiteres Veranstaltungshaus, wenn es keine bezahlbaren Wohnungen mehr gibt.“
      Martin Seitel, Gastronom im Kultur- und Kongresszentrum Kolpinghaus

      „Weil es eine völlig überflüssige Verschwendung städtischer Gelder ist, über 100 Millionen Euro für einen RKK-Bau auszugeben und dann noch ein jährliches Defizit für Betriebs- und Unterhaltskosten einzufahren: das ist untragbar!“
      Richard Spieß, Stadtrat Die Linken

      „Eigentlich ist es mir wurscht, aber ich denke, es geht auch ohne.“
      Neli Färber, Gastronom

       

      Unbenannt

      Das sind die prominenten und einfachen Regensburger, die sich gegen das Kultur- und Kongresszentrum in der Allee aussprechen.

       


       

      Die „Nachgefragt“-Reihe

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