Nachgefragt | Raser in der Maxstraße

Nachgefragt | Raser in der Maxstraße

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Die Maximilianstraße in Regensburg hat sich im Laufe der letzten Monate zu einem Drogenhotspot entwickelt. Spätestens der Elternbeirat einer nahegelegenen Grundschule, Phuc Huynh, löste ein deutschlandweites mediales Echo aus, als er Ende Juli 2025 bei WELT TV die Missstände in der Maxstraße thematisierte: Harte Drogen verkaufende Dealer, Spritzen auf dem Spielplatz und in den Büschen – das alles auch bei Tag, während Kinder von der Schule nach Hause laufen.

Maxstraße jetzt auch für Posing genutzt?

Neu zu beobachten: die Zweiteilung der Maxstraße. Während der untere, bahnhofsnahe Teil der Maxstraße fest in den Händen von Drogenbanden zu sein scheint (wir haben mehrfach berichtet), treiben im oberen, altstadtnahen Teil Poser und Raser ihr Unwesen. Überwiegend arabisch aussehende Autofahrer nutzen diesen Teil der Straße, um meist in fetten BMWs der 5er- und 7er-Klasse ihre Kreise zu fahren und auf kurzer Strecke stark zu beschleunigen, was in der als Fußgängerzone genutzten Maxstraße schnell gefährlich werden kann. So berichtet uns ein Leser.

Maximal Schrittgeschwindigkeit erlaubt

Aber darf man in der Maxstraße überhaupt fahren? Die Polizei schreibt: „Im Rahmen der Umbauarbeiten Am Brixner Hof hat sich die verkehrsrechtliche Situation geändert. Demzufolge ist die Einfahrt über die Speichergasse nun möglich und eine Einfahrt in die Maximilianstraße bis zur Königstraße als verkehrsberuhigter Bereich für jedermann erlaubt. Jedoch müssen motorisierte Fahrzeuge und Fahrräder allerdings besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen und dürfen maximal Schrittgeschwindigkeit fahren.“

Poser niederschwellig sanktioniert

Wir konfrontieren Polizei und städtischen Ordnungsdienst mit den Vorfällen. Die Polizei schreibt: „Durch Poserverhalten auffallende Fahrzeugführer werden bereits seit mehreren Jahren durch die Polizei insbesondere kontrolliert und niederschwellig sanktioniert. In diesem Zusammenhang relevante Örtlichkeiten sind der Polizei bekannt und werden in der Kontrollarbeit berücksichtigt.“

Posing in den warmen Jahreszeiten nicht möglich?

Die Stadt schreibt: Die Verfolgung von Auto-Posern falle in die ausschließliche Zuständigkeit der Polizei. Zielführend seien hierbei Kontrollen mit anschließender Anhaltung des Posers, um eine eingehende Überprüfung von Fahrzeug und Papieren durchführen zu können. Das Problem des Auto-Posings auf Geschwindigkeitsüberschreitungen zu reduzieren, für deren Verfolgung der städtische Verkehrsüberwachungsdienst zuständig wäre, sei nicht zielführend, so die Stadt. Angesichts von Freisitzen und einem regen Fußgängerverkehr in der warmen Jahreszeit sei es ohnehin oftmals nicht möglich, hohe Geschwindigkeiten im nördlichen Teil der Maximilianstraße zu fahren. Der Kommunale Ordnungsservice (KOS) der Stadt Regensburg bestreife täglich eine große Anzahl von Örtlichkeiten im gesamten Stadtgebiet, darunter auch den Bereich der Maximilianstraße, und arbeite eng mit der Polizei zusammen.

Weiter so?

Die Stadt weist die Verantwortung von sich. Und das bei einem Problem, das es angeblich doch gar nicht gibt, weil sich Raser, zumindest nach Meinung der Stadt, von der warmen Jahreszeit sozialisieren lassen. (lnw)

 


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