Mehr Klartext wagen! | Regensburg vor seiner Schicksalswahl: Aufbruch oder Gender-Klo

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In der ehrwürdigen Weltkulturerbestadt Regensburg steht – so verkünden es politische Kommentatoren mit der Ernsthaftigkeit eines päpstlichen Konklaves – eine „Schicksalswahl“ bevor. Der Oberbürgermeisterposten wird neu vergeben.

In der Stichwahl stehen sich Astrid Freudenstein (CSU) und Thomas Burger (SPD) gegenüber. Freudenstein landete im ersten Wahlgang bei fast 38 Prozent, Burger bei knapp 20.

Bündnis 90/Die Grünen hingegen musste herbe Verluste einstecken und verpasste die Stichwahl obendrein noch um nur 137 Stimmen.

Nun wäre dies normalerweise der Moment, in dem eine Partei kurz innehält und sich fragt:

Was bewegt eigentlich die Bürger dieser Stadt?

Denn Regensburg hat – trotz Postkartenidylle – ein paar brisante Themen. In weiten Teilen der Stadt klagen Bürger über zunehmende Sicherheitsprobleme. U.a. verkommt z.B. gerade die Maxstraße zum Drogenhotspot von Migrantenbanden. In der Altstadt reiht sich zunehmend Leerstand an Leerstand. Der Neupfarrplatz wirkt seit der Kaufhofschließung wie eine urbane Studie über das Thema „Wie sieht ein zentraler Platz aus, wenn ihn der normale Bürger lieber meidet?“. Dazu kommen großflächige Schmierereien an historischen Fassaden, Müllansammlungen in ehemals gepflegten Vierteln und ein Weltkulturerbe, das in manchen Ecken eher nach urbanem Freiluftatelier für talentfreie Spraydosenkünstler aussieht.

Kurz: Stoff für kommunale Politik und entsprechenden Gestaltungswillen gäbe es genug.

Doch die Grünen wären nicht die Grünen, wenn sie sich mit solch banalen Realitätsproblemen beschäftigen würden.

Stattdessen haben sie, wie die Mittelbayerische Zeitung in ihrer Ausgabe vom 16.3. ausführlich berichtet, DAS Schicksalsthema unserer Stadt analytisch messerscharf identifiziert:

Die Notwendigkeit zur sofortigen Genderisierung öffentlicher Toiletten!

Während viele der wenigen öffentlichen Toiletten Regensburgs in einem Zustand sind, der hygienisch ungefähr zwischen „Mikroben-Biotop“ und „Tatortreiniger-Spezialfall“ rangiert, konzentriert sich die grüne Debatte auf die wirklich entscheidende Frage:

Welche Beschriftung hängt an der Tür zu diesen Orten des Schreckens?

Ob die Anlage funktioniert?

Ob sie sauber ist?

Ob Touristen beim Betreten spontan in eine Lebenskrise fallen?

Unwichtige Details!

Wichtig ist hingegen die politisch korrekte Symbolik des stillen Örtchens.

Und nun kommt der eigentlich komische Teil dieser politischen Tragikomödie:

Die Grünen haben beschlossen, eine Wahlempfehlung für SPD-Kandidat Thomas Burger auszusprechen.

Nun ist Thomas Burger gelernter Physiker. Als solcher müsste er eigentlich wissen, dass es Fliehkräfte gibt, denen man sich besser nicht aussetzt, da sie selbst robuste Systeme mühelos zum Zerbersten bringen können. Und er hätte – was besagte Wahlempfehlung anbelangt – z.B. Rat bei Cem Özdemir einholen können. Denn dieser wusste: Eine Wahl gewinnen kann man in der heutigen Zeit nur durch maximalen Abstand zu den Grünen!

Doch das alles fechten diese Partei und ihre befreundeten Gesinnungsgenossen nicht an.
Das wäre ja zu bürgerlich – oder in ihrem Jargon ausgedrückt: retro und nicht progressiv genug.

Nein, in ihren Augen findet man die Zukunftsfragen Regensburgs nicht auf den Feldern Sicherheit – Wirtschaft – Sauberkeit und Ordnung,

sondern am Gender-Klo.

Bleibt nur zu hoffen, dass all jene Bürger, die diesen Wahnsinn nicht auch noch die nächsten sechs Jahre erdulden wollen, am kommenden Sonntag von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen.

Es geht um viel. Es geht um die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. (red.)

 


Die „Nachgefragt“-Reihe

  • gepostet am: Montag, 16. März 2026

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