In & Out: März 2019

In & Out: März 2019

 

DER BUNDESGESUNDHEITSMINISTER WARNT:
Die In-&-Out-Liste der RSZ gefährdet Ihre Gesundheit!
Meiden Sie Wertungen mit satirischem Inhalt – Sie könnten ihn womöglich nicht erkennen! Magenbeschwerden und Zornausbrüche sind die unvermeidbare Folge! Gehen Sie auf „Nummer Sicher“:
HÄNDE WEG VON DER „REGENSBURGER STADTZEITUNG“!

 

Zumindest ein großer Teil Bayerns, so scheint es, hat mit der Dürre des vergangenen Sommers den letzten Warnruf unserer Erde gehört: Das sensationell erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“ darf hier als kleiner Hoffnungsschimmer dienen. Nahezu unfassbar hingegen die wohl rein mit politischer Taktik begründbare Verweigerungshaltung von Rest-SPD und Grünen bei dem außergewöhnlich ehrenwerten Versuch von CSU und FW, den Klimaschutz als Staatsziel in der Verfassung zu verankern! Wie kleinkariert muss man sein, um das, was man selbst noch vor Jahr und Tag vehement gefordert hat, nun zu sabotieren, nur weil jetzt der Vorschlag vom politischen Gegner kommt? Die Grünen haben damit einen Großteil ihrer Glaubwürdigkeit verspielt und die SPD nimmt ohnedies niemand mehr ernst, seit sie sich in NRW für den Braunkohleabbau ins Zeug gelegt hat.
Parteipolitisches Profilierungsgezerre zum Schaden der Umwelt

giga out

Apropos Volksbegehren! Bürger, die meinen, mit ihrem Kreuzchen hätten sie nun schon genug für die Umwelt getan, irren. Jeder ist nun aufgefordert, mit seinen Möglichkeiten auch das Seine zu tun, um der nächsten Generation eine Chance auf gesunde und gute Lebensumstände zu lassen. Jeder Gartenbesitzer und auch schon Balkoninhaber kann auf seinem Boden Blühinseln schaffen! Der akkurat gestutzte deutsche Zierrasen und die phantasiebefreite Buchsbäumchen-Gartenarchitektur sind allenfalls noch Statussymbole einer spießig-gestrigen Waschbeton-Schickeria. Künftig muss gelten: Je verwilderter und verunkrauteter ein Stück Grün, desto höher die soziale Kompetenz und die gesellschaftliche Stellung seines Besitzers! Nur das totale Umdenken kriegt ökologisch noch die enge Kurve zurück in ein vernünftiges Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Und dazu gehört auch, dass jeder Verbraucher mit seinem individuellen Konsumverhalten Handel und Industrie dazu zwingt, umweltgerecht zu reagieren. Ein Hohn z. B., dass selbst in Bioläden die meisten Produkte unsinnig und aufwändig in Plastik verpackt sind! Ein Irrsinn, was in Supermärkten für aberwitzige Kunststoff-Orgien um ein paar Scheiben Käse veranstaltet werden! Und wie einfach ist es zu sagen: So einen Scheiß kaufe ich nicht!
Plastikverpackungen den Krieg erklären ist jetzt das Gebot der Stunde und

giga in

Wie eine Ohrfeige in das Gesicht von nachhaltig denkenden Menschen, wirkt da die neueste Aktion der Stadt Regensburg am Ernst-Reuter-Platz! Entgegen dem eindeutigen Bürgervotum röhrten dort die Kettensägen! Vermutlich nur dem wachsamen und mutigen Einsatz der Baumpaten der Regensburger Stadtzeitung ist es zu verdanken, dass sie ihr schändliches Treiben nur beginnen, aber nicht vollenden konnten ( s. Bericht auf Seite 10 )! Wer an den wertvollen Alleebaumbestand Axt oder Säge anlegt, um das Feld für unsinnige Monsterprojekte zu bereiten, versündigt sich an der Zukunft unserer Stadt und ist

giga out

Überhaupt diese Stadt! Seitdem infolge der unsäglichen Korruptionsaffäre Teile der Verwaltung offenbar völlig führungslos sich selbst überlassen sind, haben in ihr allem Anschein nach einige sehr merkwürdige Apparatschiks, die man eher in der ehemaligen DDR verorten würde, plötzlich „Oberwasser“. Das passt nicht zu einer bürger- und dienstleistungsorientierten Behörde, derer Regensburg sich einst rühmte! Haarsträubende Dinge sind uns hier zu Ohren gekommen, die die RSZ gerade zum Anlass für eine umfangreiche Recherche nimmt. Sachdienliche Hinweise bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Stichwort: „Bürger, wehrt Euch!“ Natürlich behandeln wir jede Information vertraulich! Um keinen falschen Eindruck zu erwecken: Die absolute Mehrzahl der städtischen Beamten und Angestellten macht einen guten, loyalen Job. Aber diese Mehrzahl wird – so lässt es die wachsende Empörung in der Öffentlichkeit vermuten – von einer (noch) kleinen Zahl, selbstgefälliger Möchtegerns, in Misskredit gebracht. Dies gilt es, im Interesse des Vertrauens der Bürger in seine Stadtbehörde zu unterbinden! Denn der Bürger ist der Souverän und

mega in

Wenn nicht alles so traurig, zerstörerisch und oft genug auch peinlich wäre, hätte der laufende Korruptionsprozess um Wolbergs und Co. das Zeug zum Stoff für eine oscarverdächtige Gesellschaftssatire! So aber bleibt er leider das, was er ist: ein tiefer Blick in die Abgründe einer provinzstädtischen Melange aus Geld, Macht und Unvermögen. Mehr was für Voyeure, weniger für Feingeister. Zurückbleiben werden tiefe Wunden und z. T. sicher auch völlig zerstörte Existenzen. Dass möglicherweise nun noch weitere drei Anklagen gegen Joachim Wolbergs im Raum stehen, ist nicht nur bitter für ihn. Unserer ganzen Stadt tut dieser Wahnsinn nicht gut und es wäre langsam Zeit, dass er ein Ende findet.
Der Wolbergsprozess nervt und ist längst

mega out

Dass der Fasching in Regensburg nur mehr das Schicksal eines Scheintoten fristet, mag der Wolbergsaffäre allerdings nicht anzulasten sein. In einer Zeit ständiger und, wenn es die Situation erfordert, auch ungezügelter Vergnügungen hat es die vom Kalender verordnete Fröhlichkeit schwer.
Rührend schon fast, wie sich Traditionsvereine wie die Faschingsgesellschaften von Lusticania und Narragonia gegen den Niedergang der straff organisierten Gaudi stemmen. Aber so richtig zündet der Funke halt nicht mehr, auch wenn die Narragonia mit ihrer letzten Prunksitzung durchaus den Willen zur qualitativen Veränderung erkennen ließ. Eine überwiegend gute Show mit Höhepunkten, wie z. B. der auch optisch sehr beeindruckenden „Artistenkiste Neumarkt“ oder den wirklich erfrischend witzigen „Giggalesbronzern“ aus Weißenhorn lockte immerhin noch die Zahl von 300 Gästen in den Barbinger Rathaussaal. Ob allerdings ein abgehalfterter Pausenclown als Büttenredner, ein mäßig talentierter Bauchredner und ein – nunja – „Zauberkünstler“ die Trendwende schaffen und auch künftig noch irgendeinen Hund vom Ofen wegbringen werden, scheint fraglich.
Immerhin: Der Wille zählt fürs Werk und ist deshalb

in

Noch vor ein paar Jahren wäre dieser Satz ohne Schwierigkeiten als gelungener Faschingsscherz durchgegangen, jetzt ist er Realität: Der Jahn schlägt zweimal hintereinander den altehrwürdigen HSV! Regensburg ist – und das ist wirklich ein kleines Wunder – auf der Fußball-Landkarte der Republik inzwischen ein richtig fetter Punkt geworden! Dafür übergeben wir jetzt einfach mal so während der laufenden Saison allen Verantwortlichen die „Meisterschale der Herzen“ in Form eines

mega in

(PK)

Rettung in letzter Minute dank ...

Rettung in letzter Minute dank ...

... wachsamer Baumpaten!

... wachsamer Baumpaten!

Selbst in Bioläden sind viele Produkte in Plastik verpackt.

Selbst in Bioläden sind viele Produkte in Plastik verpackt.

Das Landgericht: Der Wolbergsprozess sollte endlich ein Ende finden.

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Das Keplerareal am Ernst-Reuter-Platz.

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