Im Proberaum mit | Beisser

Im Proberaum mit | Beisser

„Zackiger Gitarrenrock und eine gute Hook: Beisser aus Regensburg hauen die bayerischen Sommerhits raus.“
-    PULS

Die Band Beisser gibt es erst seit etwas mehr als einem Jahr, dennoch ist das Trio jetzt schon eine der bekanntesten Gruppen aus Regensburg. Kein Wunder, schließlich setzt es sich aus Mitgliedern von Fuadadeimuada, den Strayin Sparrows, Herr Mertel, Furchtbar Schee und einigen anderen Projekten zusammen.

Ja, die Musiker haben alle eine ganze Menge Bands am Start. Aber aktuell ist gerade Beisser schwer angesagt, denn am 24.6. ist das Debutalbum unter mit schlichtem Titel „Beisser“* erschienen.

Mathias Kellner, ein weiterer ständig angesagter Regensburger Musiker, outet sich als Fan der Scheibe und attestiert: „Die Beisser-Jungs haben mit ihrem Debütalbum wohl geschafft, was anderen Bands deren komplette Existenz hindurch verwehrt bleibt: Ein eigener Sound und zu klingen wie eine richtige Band.“ Beisser selbst drücken das dagegen etwas rotziger aus:  „Wir lieben gute Popsongs, fiese Gitarren, moderne Beats und den Kitsch der 80er.  Und laue Sommernächte. Das ist unser Debütalbum.“

Wie klingt denn nun aber das Debütalbum dieses Projektes*, das PULS Ende Juni zur Band der Woche machte? Auf der CD gibt es schonmal keinen unnötigen Firlefanz, dafür aber einen kompakten Bandsound, der manchmal an The Police, manchmal an Bilderbuch und immer nach der Band selbst klingt.

Moderne Beats, fiese Gitarren und keine Angst vor Kitsch. Einige Songs („Mehr von dir“, „Es wird ned Besser“, „Altstadtdoch“) könnte man sich durchaus auch im Formatradio vorstellen, auf anderen Titeln zeigt sich deutlicher der Humor und die bodenständige Attitüde der Band („Mädels AHA“, „Wunderschön“, „Fühl dich geil“).  Das große Thema des Albums sind anscheinend Jungs und Mädels und die daraus resultierenden Schwierigkeiten: „Teenagersehnsüchte und gebrochene Herzen mit all ihrem Kitsch finden wir eine großartige Sache, die besungen gehört!“, meint Sänger und Gitarrist Sebastian Kretz dazu.

Dass das Ganze auf bayrisch geschieht, ist für die Band kein großes Thema. Beisser sind weder der ewig jammernde Großstadtgichtl, noch die baurige Weißbierlätschn, sondern vielleicht eines der vielversprechendsten Projekte moderner Indie-Musik aus Bayern. Zudem eines, das nahezu alles selber in die Hand nimmt.

Aufgenommen wurde das Album im eigenen (professionellen) Tonstudio von Schlagzeuger Johannes Preßl (Bahamamama-Studio), Beisser ist bei einem kleinen Regensburger Label und setzt von Videos bis Webseite fast ausschließlich auf Eigeninitiative. Das Ganze auf sehr hohem Niveau, und auch live sieht es momentan so aus, als würde die Band die Ochsentour durch Jugendzentren und Wirtshäuser überspringen und gleich mir anderen Künstlern auf die größeren und renommierteren Bühnen abzielen.

Aktuell haben Beisser aber erst einmal ihre Open-Air-Shows veröffentlicht (Festival Holledau, Open Air Weigendorf, Altstadtfeste in Weiden und Mainburg, Uni-Feier des Studentenfunks Regensburg, Burgrock in Neuenburg usw.). Alle Livedaten und sonstigen News erfährt man unter: www.facebook.com/BeisserBua; www.beisser.bayern. (km)

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  • gepostet am: Mittwoch, 06. Juli 2016

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