Im Proberaum mit… Limestone Whale

Im Proberaum mit… Limestone Whale

Schwandorfer Heavy Psych Blues auf Erfolgskurs

Retrorock ist zurzeit schwer angesagt, was man am großen Erfolg von Bands wie Blues Pills oder Kadavar sehen kann. In eine ähnliche Richtung gehen Limestone Whale aus Schwandorf, die am 27. Mai ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlichen werden. Kurz gesagt: Psychedelic- und Hard Rock treffen auf Grunge-Einflüsse und Alternative-Elemente.

Damit ist es den vier Musikern ziemlich ernst, was man an sowohl an der aufwändig authentischen Produktion der Musik als auch an dem mit viel Sorgfalt konzipiertem Image und der bildlichen Gestaltung des Projektes erkennen kann.
Nach ihrer ersten EP 2014 haben sie sich genug Zeit gelassen, um an ihrem Sound und der Ausrichtung der Band zu feilen, den sie auch schon auf u.a. zwei Europatouren präsentieren konnten und der sich nun in finaler Form auf der aktuellen Platte findet.

Mit Sicherheit hat hierfür auch die Zusammenarbeit mit Richard Behrens (Heat, ex-Samsara Blues Experiment) im BigSnuff Studio Berlin nicht geschadet: „Während der Aufnahmezeit in Berlin sind unsere vorgeformten Grundstrukturen der Songs noch weiter gewachsen
und genauso auf Band festgehalten worden, wie wir uns das im Vorfeld erhofft hatten. Die Zusammenarbeit mit  Richard Behrens war sehr entspannt und auf kreativer Ebene äußerst produktiv“, meint Gitarrist Flo Ryan Kiss.

Das neue Album überzeugt so vor allem mit seinem individuellen und charakteristischen Sound und der stilistische Vielfalt im Songwriting. Jeder der sieben Titel lässt unterschiedlich Einflüsse aus den vielfältigen Spielarten der gitarrenorientierten Musik erkennen. Mal hat man es mit vorwärts gehendem Riffs a la Kadavar zu tun („Ambrosia“), mal trifft ein psychedelisches Intro auf schwere Doomriffs („Tale Of The Snow Child“), dann findet man sich in „Paralyzed In Paradise“ in einem klassischen Seventies-Hardrock-Song mit stark an Led Zeppelin (z.B. „Good Times Bad Times“) angelehnter Gitarrenarbeit wieder.

Hier eine Led-Zeppelin-Referenz, da eine May-Blitz-Reminiszenz – Das Album ist eine wahre Goldgrube für jeden Rockfan. Ständig fragt man sich, wo man diesen und jenen Teil schon einmal gehört haben könnte, aber bis man darauf gekommen ist hat der jeweilige Song schon wieder eine ausgefeilte Wendung genommen. Die filigran komplexe Mischung macht‘s eben und hebt Limestone Whale aus der Masse der zahlreichen Retro-Veröffentlichungen positiv hervor.

Man darf gespannt sein, was die Zusammenarbeit mit dem Label StoneFree Records (Wien) und der Agentur Mountain Range PR für Limestone Whale noch  bewirken kann:
Einige große Festivals sind schon gebucht, für Herbst steht die nächste Tour an. Das Album „s/t“ erscheint am 27. Mai. Mehr zur Band gibt es auf: facebook.com/limestonewhale, limestonewhale.bandcamp.com.

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