CD-Kritik | Max Raabe & Das Palast Orchester – MTV Unplugged

CD-Kritik | Max Raabe & Das Palast Orchester – MTV Unplugged

Die RSZ präsentiert allmonatlich die neuesten CDs bekannter lokaler und internationaler Künstler. Wer neuen Input in Sachen aktueller Musik benötigt, ist hier genau richtig.
Im Februar: Max Raabe & Das Palast Orchester – MTV Unplugged, Katja Krasavice – Boss Bitch, Mac Miller – Circles, The Cure – Anniversary 1978–2018 Live in Hyde Park, SSIO – Messios


Max Raabe & Das Palast Orchester – MTV Unplugged

Wenngleich es immer noch ein kleines Rätsel bleibt, warum es MTV Unplugged immer noch gibt und warum man gerade im deutschsprachigem Raum gerne mal merkwürdige Gästeauswahl betreibt (Cro, Revolverheld, Andreas Gabalier), ist diese Ausgabe mit Max Raabe und seinem Palast Orchester durchaus als gelungen und als passend zu bezeichnen. Passend vor allem, weil der reduzierte, akustische Ansatz dem musikalischen Konzept des Palast Orchesters hervorragend entgegenkommt. Max Raabe performt wie eh und je charmant, humorvoll und souverän. Einzig die Auswahl der Gastkünstler kann man zweigespalten sehen: Samy Deluxe gelingt das Kunststück, Rap ziemlich schadenfrei in ein 20er-Jahre-Stück zu integrieren, LEA macht ihre Sache deutlich sympathischer als selbst bei ihrer eigenen Musik und mit Pawel Popolski gibt es sogar eine kleine Revuenummer. Herbert Grönemeyer hingegen wirkt wie so oft etwas zu bemüht und Namika möchte nicht so recht in das musikalische Setting passen. Alles in allem aber eine angenehme, kurzweilige Musikreise.


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