Aus bayerischen Polizeiberichten | Regensburg: Vergewaltigung vorgetäuscht – Frau hinter Gittern

Aus bayerischen Polizeiberichten | Regensburg: Vergewaltigung vorgetäuscht – Frau hinter Gittern

Anfang des Jahres hatte ein Regensburger Schulleiter seinen Schülerinnen empfohlen, auf dem Schulweg „nur gut ausgeleuchtete Straßen zu benutzen“ (wir haben berichtet). Das war eine Reaktion auf die steigende Kriminalität im Bahnhofsbereich im Allgemeinen und auf eine Vergewaltigung im Speziellen, die, wie die Polizei später erklärte, nie stattgefunden hat. Der 28-Jährigen, die die Vergewaltigung vorgetäuscht hat, wurde nun der Prozess gemacht.


Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz vom 21.10.2024. Der Text wurde von der Regensburger Stadtzeitung nicht verändert.

Vergewaltigungen erfunden – 28-Jährige wegen Vortäuschen von Straftaten in Haft

- Anzeige -
REGENSBURG. Anfang 2024 hat eine 28-jährige Frau gegenüber der Polizei angezeigt, dass sie im Bereich des Hauptbahnhofes Regensburg in einem Gebüsch vergewaltigt wurde. Die Frau hat Anfang September 2024 eine weitere Vergewaltigung in einem Auto auf einem Parkplatz zu ihrem Nachteil angezeigt. Beide Taten konnten durch umfangreiche Ermittlungen widerlegt werden und die 28-Jährige hat in diesem Zusammenhang die Falschaussagen eingeräumt.

Die Polizei weist in diesem Fall darauf hin: Das Vortäuschen von Straftaten ist kein Kavaliersdelikt und kann schwerwiegende Folgen für die anzeigende Person selbst, aber auch für die zu Unrecht beschuldigte Person und das Umfeld haben!

Vor allem die erste vermeintliche Vergewaltigung im öffentlichen Raum hatte erhebliche Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im Stadtgebiet. Die Kriminalpolizei Regensburg hat mit umfangreichen Maßnahmen und intensiven Ermittlungen versucht, diese Tat aufzuklären. Wie sich jetzt herausstellte, fanden diese so jedoch nie statt.

Aufgrund des wiederholten Vortäuschens von Vergewaltigungen wurde gegen die 28-jährige Frau Haftbefehl erlassen. Am 16.10.2024 wurde der Haftbefehl von der Kriminalpolizei Regensburg vollzogen. Nach der Vorführung vor der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Regensburg wurde sie in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Regensburger Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich: Wer gegenüber den Ermittlungsbehörden falsche Anschuldigungen anzeigt, macht sich ggf. selbst strafbar. Besonders bedenklich ist, dass damit den tatsächlichen Kriminalitätsopfern erneutes Leid zugefügt wird und unbegründete Sicherheitsbedenken in der Bevölkerung entstehen können. Möglicherweise werden bei unschuldigen Personen polizeiliche Maßnahmen bis zur Haft durchgeführt.

 

Das Polizeipräsidium Oberpfalz erklärt auf Nachfrage: „Die Tatverdächtige hat die russische Staatsangehörigkeit.“

Magazin weitere Artikel

Nachgefragt | Drogenhotspot Maxstraße – geht Regensburg das Problem endlich an?

Nachgefragt | Drogenhotspot Maxstraße – geht Regensburg das Problem endlich an?

Die Maximilianstraße in Regensburg – ein Drogenhotspot selbst an helllichtem Tag. Auch die MZ hat sich des Themas inzwischen angenommen.

>> weiterlesen

Nachgefragt | Kommunalwahl am 8. März: Schicksalswahl für unsere Stadt

Nachgefragt | Kommunalwahl am 8. März: Schicksalswahl für unsere Stadt

Regensburg steht vor gewaltigen Problemen – kann die Kommunalwahl Abhilfe schaffen?

>> weiterlesen

Mehr Klartext wagen! | Darüber lacht ganz Bayern: Regensburg verbietet „Lumumba“ auf dem städtischen Christkindlmarkt wegen Rassismus-Vorwürfen

Mehr Klartext wagen! | Darüber lacht ganz Bayern: Regensburg verbietet „Lumumba“ auf dem städtischen Christkindlmarkt wegen Rassismus-Vorwürfen

Die Stadt Regensburg hat auf Initiative des sog. ‚Ausländerbeirats’ beschlossen, auf ihrem Christkindlmarkt am Neupfarrplatz den Getränkenamen „Lumumba“ (heißer Kakao mit einem Schuss Rum) künftig zu verbieten.

>> weiterlesen

Requiem in d-Moll op. 9 von Maurice Duruflé

Requiem in d-Moll op. 9 von Maurice Duruflé

15.03., Stadtpfarrkirche St. Anton, 16:00

Maurice Duruflés Requiem in d-Moll op. 9 ist eine intime, zugleich kraftvolle Vertonung der lateinischen Totenmesse. In einer sparsamen, fast meditativen Klangwelt verbindet Duruflé gregorianische Melodien mit impressionistischen Klangnuancen, getragen von klarer Stimmführung und virtuosem Orgelspiel.

>> weiterlesen

Mehr Klartext wagen! | Alte Mälzerei: Sicherheit vor Ideologie!

Mehr Klartext wagen! | Alte Mälzerei: Sicherheit vor Ideologie!

Die Debatte um die Kapazitätsbegrenzung in der Alten Mälzerei wegen Brandschutzauflagen wird im Regensburger Wahlkampf gerade aus der linken Ecke künstlich befeuert.

>> weiterlesen

Kultfilm „Ritter der Kokosnuss“ als Musical

Kultfilm „Ritter der Kokosnuss“ als Musical

28.03. (20:00) / 29.03. (19:00), Kurhaus Bad Abbach

Neben „Das Leben des Brian“ ist „Die Ritter der Kokosnuss“ der wohl bekannteste und beliebteste Film der legendären Komikertruppe Monty Python aus England. 
Im Oktober 2024 feierte die Musical-Umsetzung „Spamalot“ vom OVIGO Theater eine fulminante Premiere in der Schwarzachtalhalle Neunburg vorm Wald. Das Stück lief jahrelang auch erfolgreich am New Yorker Broadway oder in London. 

>> weiterlesen

Joseph Beers DER PRINZ VON SCHIRAS auf CD

Joseph Beers DER PRINZ VON SCHIRAS auf CD

Die Inszenierung von Sebastian Ritschel wurde zum preisgekrönten Erfolg mit begeisterten Kritiken und vielen ausverkauften Vorstellungen. Nun ist die Operetten-Wiederentdeckung in einem Regensburger Live-Mitschnitt als CD mit umfänglichem Begleit-Booklet im cpo Musikverlag erschienen.

>> weiterlesen

Sensationsschenkung an das Haus der Bayerischen Geschichte

Sensationsschenkung an das Haus der Bayerischen Geschichte

Die Schreibmaschine des Revolutionsführers und ersten Bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner (1867–1919). 

>> weiterlesen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Regensburg: Eritreer geht mit größerem Ast auf Tankstellensicherheitsdienst los

Aus bayerischen Polizeiberichten | Regensburg: Eritreer geht mit größerem Ast auf Tankstellensicherheitsdienst los

Gegen 07:45 Uhr versuchte ein 30‑Jähriger, die AVIA‑Tankstelle in der Landshuter Straße mit einem größeren Ast zu betreten.

>> weiterlesen

© Regensburger Stadtzeitung