Bürger, wehrt Euch! | Der Bürger will mitreden

Bürger, wehrt Euch! | Der Bürger will mitreden

Bildunterschrift: Pürkelgut-Gelände – entsteht hier bald ein Park?

 

Das Freiflächenentwicklungskonzept. Es befasst sich mit den unversiegelten Flächen in Regensburg, also Grünflächen. Es soll die Verteilung von Grün im Stadtgebiet bei neuen Bauvorhaben regeln. Vor allem der Erholung sollen diese Freiflächen dienen. Bei dieser Entscheidung will der Bürger nicht außen vor gelassen werden.

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Also lässt die Stadt die Ansässigen auf der Onlineplattform „Ideen für Regensburg“ an der Erstellung des Konzepts beteiligen. Außerdem bringen elf Interessens- und Fachverbände ihre Ideen ein. Dazu entwickeln sie ein 24-seitiges Positionspapier zur zukünftigen Entwicklung der Freiräume in Regensburg.

Auf Nachfrage äußern sich die Vertreter der Verbände im Grundtenor positiv über ihre Zusammenarbeit mit der Stadt. Johann Brandl etwa, der erste Vorstand des Bürgervereins Regensburg Süd-Ost, nennt das Konzept einen „Hoffnungsschimmer für uns im Südosten“. Da das Konzept der informellen Planung zuzuordnen ist, besitzt es allerdings keine direkte eigene Rechtswirkung, also ist Wachsamkeit angesagt. Ein verbindlicher Plan muss her, der Flächennutzungsplan. Der Vorsitzende der Kreisgruppe Regensburg des Bund Naturschutz Raimund Schoberer erklärt: Der Flächennutzungsplan ist schon fast 40 Jahre alt, soll aber von der Stadt alle 10–15 Jahre aktualisiert werden. Wenn in diesem Plan eine Grünfläche verzeichnet ist, dann muss dort auch zukünftig eine Grünfläche bleiben. Erst das ist rechtsverbindlich.

Als Ergebnisse der Zusammenarbeit hebt die Stadt hervor:

  • Zugänge zum Wasser schaffen
  • Flächen zwischen Donau und Prüfening und Flächen um das Pürkelgut als Parks entwickeln
  • Innenstadtplätze aufwerten

Martin Hoff von Transition e. V. kommentiert: „Mehr geht immer.“ Es wurden klima- und umweltpolitische Fragen wie beispielsweise Klimaschutz und Artenvielfalt vernachlässigt. „Wir haben für Freiräume noch mehr Potenzial“, so Schoberer. Trotzdem ist der Plan ein Schritt in die richtige Richtung. Ähnlich sehen es auch die anderen. Das Aufbegehren der Bürger zeigt endlich Wirkung. Deshalb: Bürger, wehrt Euch! (lnw)

 

Ärger mit Institutionen, führungslose Verwaltung, peinliche Richtlinien, Grün kaputt – haben Sie ähnliche Erfahrungen? Schreiben Sie uns, Stichwort: „Bürger, wehrt Euch!“ (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Teil VI der Serie „Bürger, wehrt Euch!“

  • gepostet am: Donnerstag, 30. Januar 2020

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