Aus bayerischen Polizeiberichten | Schmidgaden: Schleierfahnder stoppen Waffenschmuggel durch Türken und Franzosen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Schmidgaden: Schleierfahnder stoppen Waffenschmuggel durch Türken und Franzosen

Sichergestellte Kurzwaffen.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz vom 18.03.2025. Der Text wurde von der Regensburger Stadtzeitung nicht verändert.

Schleierfahnder stoppen Waffenschmuggel auf der A6

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SCHMIDGADEN.LKR.SCHWANDORF. Ein bedeutender Erfolg gelang den Schleierfahndern der Verkehrspolizei Amberg am Mittwoch, den 12. März 2025. Bei einer Kontrolle auf der Autobahn A6 stellten die Beamten über 100 scharfe Pistolen sicher. Zwei Männer befinden sich mittlerweile in Haft - die Kriminalpolizei Amberg ermittelt.

Am Mittwochnachmittag fiel den Schleierfahndern auf einem Rastplatz ein französischer Pkw neben einem türkischen Sattelauflieger auf. Die Beamten kontrollierten das Fahrzeug wenig später auf Höhe der Gemeinde Schmidgaden. Der Fahrer, ein 32-jähriger Franzose, konnte weder eine gültige Fahrerlaubnis vorweisen noch erfüllte sein Fahrzeug die Anforderungen der Fahrzeugzulassungsverordnung. Rückblickend kam den Polizeibeamten der Sattelauflieger ohne Zugfahrzeug, der auf dem Rastplatz abgestellt war, verdächtig vor.

Bei der Überprüfung des Aufliegers stießen die Polizisten im Laderaum auf mehrere Kartons – gefüllt mit über 100 halbautomatischen Pistolen. Die Waffen wurden umgehend sichergestellt. Das fehlende Zugfahrzeug des Aufliegers konnte schnell ausfindig gemacht werden. Es war zuvor aufgrund eines Defekts abgeschleppt worden. Der Fahrer, ein 32-jähriger Türke, wurde bei dem Abschleppunternehmen angetroffen und festgenommen.

Zusätzlich zu dem Verdacht des gemeinschaftlichen unerlaubten Verbringens von Schusswaffen ins Inland kamen bei seiner Festnahme weitere Delikte ans Licht. Der Mann führte eine geringe Menge Crystal Meth mit sich, was eine Anzeige wegen Drogenbesitzes nach sich zog. Außerdem wurden ihm illegale Einreise und Urkundenfälschung vorgeworfen. Auch der französische Pkw-Fahrer wurde vorläufig festgenommen.

Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Amberg hat die Ermittlungen im Fall übernommen und weitere Spurensicherungs-, sowie Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt. Diese führten zu keinen weiteren Sicherstellungen.

Am Donnerstag, den 13. März, wurden beide Männer auf Antrag der Staatsanwaltschaft Amberg einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Amberg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts der unerlaubten gemeinschaftlichen Einfuhr von halbautomatischen Kurzwaffen. Beide wurden in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an.

  • gepostet am: Donnerstag, 20. März 2025

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