Coronavirus: Ausgangssperre in Bayern

Coronavirus: Ausgangssperre in Bayern

20.03.: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder kündigt die Ausgangsbeschränkung in Bayern an:

 

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Begründung:
  • Infektionsketten sind nicht mehr nachvollziehbar
  • 817 Fälle vom 19.03. auf den 20.03.
  • Nach Prognosen des Robtert Koch Institutes und des Landesamtes für Gesundheit sind hohe Wellen an Infektionen zu erwarten, wenn nicht stärker eingegriffen wird (in Deutschland vlt. sogar im Millionenbereich)
  • Gestern gab es noch Beratungen von Experten und Politiker, 7–10 Tage abzuwarten, wie sich die bisherigen Maßnahmen entwickeln
  • Söder: „Ich und wir können nicht verantworten zu warten.“
  • Es gibt Viele, die den Ernst der Lage nicht verstandenhaben: Coronapartys oder Jugendliche, die sich einen Spaß daraus machen, Ältere anzuhusten

 

Ausgangsbeschränkung:

Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes wird angeordnet:

Ab Freitagnacht (20. auf 21.03, 0 Uhr) wird es vorläufig für zwei Wochen in Bayern grundlegende Ausgangsbeschränkungen geben. Das öffentliche Leben wird nahezu völlig heruntergefahren.

Die Polizei kontrolliert und kann Verstöße mit hohen Bußgeldern ahnden.

 

Was ist erlaubt / verboten?

Erlaubt:

  • „Jeder soll und kann zur Arbeit gehen“ (Bitte an Arbeitgeber: Mindestabstände und Homeoffice, wo es nur geht)
  • Zum Arzt gehen (Physiotherapueten nur in Notfällen; z. B. Logopäden und Ergotherapeuten müssen schließen)
  • Lebensmittel kaufen (aber: kein Anlass für Hamsterkäufe – es gibt keine Engpässe; auch keine Bargeldabhebungen nötig)
  • Rausgehen (Sport, Spazierengehen, den Hund ausführen möglich – aber allein oder nur im familiären Kreis)

Verboten:

  • Besuchsrecht in Altenpflegeheimen und Behindertenheimen (Ausnahme: Sterbefall)
  • Besuchsrecht in Krankenhäusern (Ausnahmen: Sterbefall, Besuch der eigenen Kinder in Kinderstationen, Väter bei Neugeborenen)
  • Friseure, Baumärkte und Gartenmärkte müssen schließen
  • Die Gastronomie schließt (Ausnahmen: to go, Drive-in, Liferungen)

 

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Künftige Maßnahmen:

  • Weitere Maßnahmen wie Abriegelungen sind denkbar

 

Über die bisherige Entwicklung des Coronavirus in Bayern berichten wir hier.

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