So kommt der Hase in den Mantel

So kommt der Hase in den Mantel

Hart gekochte Eier ohne Ende – morgens, mittags, abends. Kein Wunder, dass wir zu Ostern auch mal was Anderes brauchen: Schokoeier, Schokohasen, Verdauungsschläfchen. Doch wie kommt Hasi eigentlich in sein schickes Mäntelchen, das ihn noch appetitlicher macht? Die Verpackungen von Süßigkeiten spielen bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle: Nur was lecker aussieht, landet in Warenkorb, Magen und Rettungsringen. Der Trend geht zu nachhaltigen, maßgeschneiderten Hüllen, die einfach in der Handhabung sind und per 3D-Technologie entstehen.

Und das funktioniert so: Der Schokoladenhase wird von allen Seiten gescannt – mit allen seinen Unebenheiten. Hierfür sind besonders 3D-Scanner wie der Space Spider von Artec geeignet, die das Häschen rein nach Farbe und Geometrie erfassen. Viele 3D-Scanner arbeiten mit Klebepunkten als Orientierung für den Scan - diese würden auf Schoki allerdings nicht halten. Anschließend werden die 3D-Dateien am Rechner zusammengefügt und in einer 3D-Modellierungssoftware aufbereitet. So entsteht ein präzises 3D-Modell.

  • So sieht der Schokohase in seinem 3D-Mantel aus.

    So sieht der Schokohase in seinem 3D-Mantel aus.

    © Bachmann Forming AG

  • Der Schokohase wird beim Verpackungsspezialisten Bachmann Forming in der Schweiz mit dem 3D-Scanner Space Spider von Artec gescannt.

    Der Schokohase wird beim Verpackungsspezialisten Bachmann Forming in der Schweiz mit dem 3D-Scanner Space Spider von Artec gescannt.

    © Bachmann Forming AG

  • Der Schokohase im Thermoformverfahren.

    Der Schokohase im Thermoformverfahren.

    © Bachmann Forming AG

  • Der Schokohase in der fertigen Thermoform.

    Der Schokohase in der fertigen Thermoform.

    © Bachmann Forming AG

    Im nächsten Schritt wird aus dem 3D-Modell des gescannten Schokoladenhasen zunächst ein sogenanntes Urmodell erstellt. Früher erfolgte dies komplett in Handarbeit – vom Bauen über Schleifen bis zum Gießen mit Epoxidharz oder Fräsen von Holz. Das daraus entstandene Negativ musste weiter händisch bearbeitet werden – ein Riesenaufwand. Heute werden Urmodelle mittels CAD (computer-aided design, also Konstruktion mithilfe von Rechnern) entworfen und auf CNC-gesteuerten Fräsmaschinen aus einem Hartschaumblock gefertigt. Das dauert nicht einmal einen Bruchteil der Zeit und kann bei einem Verpackungsspezialisten inhouse erledigt werden.

    - Anzeige -

    Die Verpackung wird dann via Tiefzieh- oder Thermoformverfahren erstellt. Bei diesem wird eine Kunststofffolie erhitzt, um sie zu erweichen. Mithilfe von Unterdruck (Vakuum) wird die Folie über das Urmodell gezogen, das kleine Löcher aufweist, mit deren Hilfe die Folie angesaugt wird. Sie schmiegt sich an das Modell an und nimmt dessen Form an. Anschließend muss die Folie abkühlen, bis sie wieder abgezogen werden kann. Auf diese Weise entsteht eine perfekt sitzende zweite Haut für unser Bunny, die dem festlichen Anlass gerecht wird. Frohe Ostern und guten Appetit – wer kann da noch widerstehen?

    • Tags:
    • gepostet am: Freitag, 29. März 2019

    Magazin weitere Artikel

    In & Out | Was war los im Februar?

    In & Out | Was war los im Februar?

    Der Regensburger Fasching liegt hinter uns – falls man den bisweilen eher unfreiwillig komischen Kommunalwahlkampf nicht als seine Verlängerung begreift.

    >> weiterlesen

    Aus bayerischen Polizeiberichten | Super-Recognizer erkennt gesuchten tunesischen Dieb am Regensburger Bahnhof

    Aus bayerischen Polizeiberichten | Super-Recognizer erkennt gesuchten tunesischen Dieb am Regensburger Bahnhof

    Am Samstag hat ein Super-Recognizer der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen einen Mann erkannt, der wegen Diebstahls gesucht wurde.

    >> weiterlesen

    Aus bayerischen Polizeiberichten | Passau: Fahndung nach flüchtigem Syrer

    Aus bayerischen Polizeiberichten | Passau: Fahndung nach flüchtigem Syrer

    Vergangenen Freitag flüchtete eine männliche Person nach einer richterlichen Vorführung. Die Fahndungsmaßnahmen dauern an.

    >> weiterlesen

    Aus bayerischen Polizeiberichten | Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings

    Aus bayerischen Polizeiberichten | Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings

    Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags zur Bekämpfung von Hasspostings hat die Kriminalpolizei Regensburg am 25. Februar 2026 gezielte Ermittlungen gegen zwei Männer im Alter von 36 und 48 Jahren durchgeführt.

    >> weiterlesen

    Nachgefragt | Drogenhotspot Maxstraße – geht Regensburg das Problem endlich an?

    Nachgefragt | Drogenhotspot Maxstraße – geht Regensburg das Problem endlich an?

    Die Maximilianstraße in Regensburg – ein Drogenhotspot selbst an helllichtem Tag. Auch die MZ hat sich des Themas inzwischen angenommen.

    >> weiterlesen

    Nachgefragt | Kommunalwahl am 8. März: Schicksalswahl für unsere Stadt

    Nachgefragt | Kommunalwahl am 8. März: Schicksalswahl für unsere Stadt

    Regensburg steht vor gewaltigen Problemen – kann die Kommunalwahl Abhilfe schaffen?

    >> weiterlesen

    Mehr Klartext wagen! | Darüber lacht ganz Bayern: Regensburg verbietet „Lumumba“ auf dem städtischen Christkindlmarkt wegen Rassismus-Vorwürfen

    Mehr Klartext wagen! | Darüber lacht ganz Bayern: Regensburg verbietet „Lumumba“ auf dem städtischen Christkindlmarkt wegen Rassismus-Vorwürfen

    Die Stadt Regensburg hat auf Initiative des sog. ‚Ausländerbeirats’ beschlossen, auf ihrem Christkindlmarkt am Neupfarrplatz den Getränkenamen „Lumumba“ (heißer Kakao mit einem Schuss Rum) künftig zu verbieten.

    >> weiterlesen

    Requiem in d-Moll op. 9 von Maurice Duruflé

    Requiem in d-Moll op. 9 von Maurice Duruflé

    15.03., Stadtpfarrkirche St. Anton, 16:00

    Maurice Duruflés Requiem in d-Moll op. 9 ist eine intime, zugleich kraftvolle Vertonung der lateinischen Totenmesse. In einer sparsamen, fast meditativen Klangwelt verbindet Duruflé gregorianische Melodien mit impressionistischen Klangnuancen, getragen von klarer Stimmführung und virtuosem Orgelspiel.

    >> weiterlesen

    Mehr Klartext wagen! | Alte Mälzerei: Sicherheit vor Ideologie!

    Mehr Klartext wagen! | Alte Mälzerei: Sicherheit vor Ideologie!

    Die Debatte um die Kapazitätsbegrenzung in der Alten Mälzerei wegen Brandschutzauflagen wird im Regensburger Wahlkampf gerade aus der linken Ecke künstlich befeuert.

    >> weiterlesen

    © Regensburger Stadtzeitung