Aufarbeitungs­­gremium informiert über Gesamt-Konzept

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Missbrauchsfälle Regensburger Domspatzen

„Unser Ziel war es von Beginn an, eine gerechte Lösung für Betroffene der Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen zu finden. Das ist aus meiner Sicht innerhalb von acht Monaten sehr gut gelungen“, sagte Regensburgs Bischof Dr. Rudolf Voderholzer heute auf einer Pressekonferenz in der Continental-Arena in Regensburg.
„In Gesprächen mit Vertretern von Betroffenen haben wir ein Vier-Säulen-Konzept im Aufarbeitungsgremium entwickelt, das wir nun in einem Zwischenbericht der Öffentlichkeit vorstellen können.“


Dieses Konzept für die Betroffenen beinhaltet konkret das Angebot einer unabhängigen Anlaufstelle mit therapeutischen Hilfeleistungen, eine soziologische und historische Studie, deren Fertigstellung ca. zwei Jahre dauern wird. Hinzu kommen monetäre Anerkennungsleistungen, bei denen die Zahlungen ja nach Schwere der Fälle zwischen 5.000 und 20.000€ liegen.

Die angebotene unabhängige Anlaufstelle MIM in München hat Ihre Arbeit bereits am 4. Oktober 2016 aufgenommen. Der Vertrag zwischen Bistum und MIM wurde für zwei Jahre abgeschlossen.

Im Januar hatte Rechtsanwalt Ulrich Weber, der vom Bistum Regensburg beauftragt wurde, die Missbrauchsfälle bei den Domspatzen aufzuklären, von 231 Opfer-Meldungen körperlicher Gewalt und 62 sexueller Gewalt gesprochen. Seitdem sind 129 Opfer-Meldungen hinzugekommen. Bei den 422 Opfer-Meldungen handelt es sich um den Zeitraum 1945 bis Anfang der 90er Jahre. Die detaillierten Zahlen veröffentlicht Weber Anfang 2017 in seinem Abschlussbericht.

  • gepostet am: Mittwoch, 12. Oktober 2016

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