Symbolbild: Adobe Firefly

Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum die Premieren des Dokumentarfilms „Ein Nobody gegen Putin“ am 21. September, dem Internationalen Tag des Friedens, im Rex-Lichtspieltheater Bonn und im Odeon Kino Köln. Im Anschluss stellte sich Pavel „Pasha“ Talankin, Co-Regisseur und Protagonist des Oscar-prämierten Films, den Fragen des Publikums. Die Gespräche moderierte Jürgen Lütz vom Odeon Kino, gedolmetscht von Eduard Isaak.
Der von David Borenstein und Pavel Talankin realisierte Film dokumentiert, wie Propaganda und Militarisierung nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine den Alltag an einer russischen Schule verändern. Talankins eigene Aufnahmen als Lehrer und Videograf machen diese Entwicklung unmittelbar erfahrbar. Besonders intensiv diskutierte das Kölner Publikum über die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche: Talankin berichtete von wachsender Angst, eine eigene Meinung zu äußern, sowie von patriotischen Ritualen, die zunehmend zum Alltag würden. Trotz seines pessimistischen Blicks auf die Friedensaussichten betonte er seinen Wunsch nach einem schnellen Ende des Krieges.
Ein besonderer Dank des Verleihs W-film gilt der aus Lettland stammenden Maija Erdmane, die den entscheidenden Impuls gab, den Film nach Deutschland zu bringen.
Die Premierentour führte die Filmemacher anschließend weiter nach Berlin: Am 22. September war Talankin zu Gast im Kant Kino, in Kooperation mit der Deutschen Sacharow-Gesellschaft, und stand auch dort für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.
„Ein Nobody gegen Putin“ startete am 24. September 2026, bundesweit in den deutschen Kinos.

