Die jungen Wilden: Parkour in Regensburg

Die jungen Wilden: Parkour in Regensburg

Parkour beschreibt im Wesentlichen die Kunst der effizienten Fortbewegung, also eine Fähigkeit, die schon seit Anbeginn der Menschheit intuitiv in jedem schlummert. In der heutigen Zeit ist die natürlich nicht mehr so gefragt, beim Parkour wird neben Kraft, Ausdauer, und Koordination aber auch Kreativität und Selbstkontrolle gefördert.

Eine sehr gute Sache eigentlich, leider erfordert die primär im Freien ausgeübte Sportart  doch etwas Platz, der sich – vor allem im Winter – nicht immer finden lässt. Unter anderem deswegen hat sich 2012 der gemeinnützig Verein Parkour Regensburg e.V. gegründet. Die ehrenamtlichen Mitglieder wollen den Bewegungskünsten Parkour und Freerunning einen professionellen Rahmen geben. Auf seiner Webseite wird der Zweck schlicht als „Ausübung, Förderung, Weiterentwicklung, Repräsentation und Etablierung der Bewegungskünste Parkour und Freerunning“ beschrieben. Konkret kümmert man sich um Organisation und Durchführung von regelmäßigen Trainingseinheiten und Ausbildung von Übungsleitern, Veranstaltung von Sportevents, Repräsentation der Sportart und die Vermittlung von Werten.

Das zurzeit wohl wichtigste Projekt des Vereines ist die Planung für eine Parkour-Area zur Ausübung der Sportart. Das Konzept ist schnell erklärt: Die Stadt Regensburg möchte eine Trendsporthalle für verschiedene Trendsportarten in Regensburg zur Verfügung stellen. Im Rahmen der Trendsporthalle bietet sie dem Verein Parkour Regensburg e.V. die Möglichkeit, eine eigene Area zu betreiben. Neben diesem Bereich wird unter anderem der lokale Skateverein eine Area für Skater, BMX-Fahrer und Inline-Skater anbieten.

„Eine Parkourhalle bietet uns die Möglichkeit, unsere bestehenden Angebote für alle Altersgruppen auszuweiten um somit der enormen Nachfrage gerecht zu werden. Die Sportler können wetterunabhängig in einer sicheren, ungestörten und geeigneten Trainingsumgebung ihrer Leidenschaft nachgehen. Zusätzlich dazu können wir bestehende Projekte wie Parkourkurse für Flüchtlinge oder Workshops für und mit Jugendlichen weiterentwickeln“, erklärt der 1. Vorsitzende Max Rieder im Imagevideo des Projektes.

Dafür wird gerade fleißig an Spenden gesammelt. Auch Oberbürgermeister Joachim Wollbergs beteiligte sich schon mit einem Spendenaufruf. Eine passende Immobilie – Lilienthalstr. 4, ehemals Zoo & Co. – ist bereits gefunden worden, die Beteiligung der Stadt Regensburg an diesem Projekt vom Stadtrat offiziell beschlossen. Wie konkret die Planungen schon sind, kann man wiederum auf der Internetseite des Vereines einsehen: Dort gibt es ein 3D-Modell der Area zu sehen.

Wer den gemeinnützigen Verein bei der Umsetzung des einzigartigen Projekts unterstützen möchte, findet unter www.parkour-regensburg.de sämtliche Informationen und Möglichkeiten zur Beteiligung. Mehr über das Projekt, den Verein und die Sportart findet man auch auf facebook.com/parkourregensburg. Für interessierte Kinder und Jugendlich ab 8 Jahren bietet der Verein zusätzlich in den Pfingstferien noch den Parkour-Ferienkurs „Basic“ an, der bei gutem Wetter auch im Freien stattfindet.

  • gepostet am: Mittwoch, 18. Mai 2016

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