Papst Benedikt - Denkmal für Regensburg 2017

Papst Benedikt - Denkmal für Regensburg 2017

Papst Benedikt hat zum Beginn seiner Amtszeit auf Benedikt von Nursia (480-547) verwiesen und dessen Bedeutung für die geistigen Auseinandersetzungen unserer Tage betont.
Benedikt von Nursia ist grundlegender Bezugspunkt für die Einheit Europas und nachdrücklicher Hinweis auf die unverzichtbaren christlichen Wurzeln unserer Kultur und Zivilisation. Bei der Wahl des Namens den er tragen wollte hat er bekannt dass er sein Amt auf den Spuren dieses großen Patriarchen des abendländischen Mönchstum zu führen gedenkt.
Der hl. Benedikt von Nursia ist der Patron Europas (Haus Europa). Dies führte zur ausschlaggebenden Überlegung das Haus als Symbolzeichen zu verwenden. Ein Haus mit Narben und Dellen, abgeschliffenen Ecken und Flächen, nicht starr, es lebt und pulsiert und hat sich über die Zeit leicht verschoben, aber es hält und steht auf einem soliden Grundstein (auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen).

Das Haus kann Bezug nehmen auf die Dissertation von Joseph Ratzingers erster Band der gesammelten Schriften: „Volk und Haus Gottes in Augustins Lehre von der Kirche“ in der Ratzinger das 2. Kapitel überschreibt „das Haus Gottes, der Liebesbegriff des frühen Augustinus“ die 12 Sterne nehmen den marianischen Gedanken auf (Johannes Offenbarung 12,1), aber auch den Bezug zum Haus Europa und führen hin zur Regensburger predigt am islinger Feld die an Maria Namen gehalten wurde.. Das Pontifikat von Papst Benedikt stand im Zeichen Mariens.
Eine große Tür mit dem Lebensbaum ist leicht offen - auf den Weg machen (Jakobus) ist gemeint. Trauben und ähren die zentralen Symbole der Eucharistie, Adam und Eva als Schöfpungssymbol und die Darstellung des Menschenfischers Petrus mit den Schlüsseln runden das Bildprogramm ab.

Das Hauses in heller Bronze, als Unikat gegossen - steht auf einem schwarzen Naturstein. Die gesamten Kosten werden mit 90.000 Euro angesetzt und das Werk soll im September 2017 fertiggestellt sein.

Beauftragt wurde vom Bistum der niederbayerische Bildhauer Joseph Michael Neustifter der u.a. auch die Benedikt Säule in Marktl am Inn 2005, die Benediktsäule für Velletri/Italien 2007 und das Papstdenkmal für den bayerischen Wallfahrtsort Altötting 2016 gestaltet hat. Darüber hinaus hat Neustifter viele satirische Brunnen, Architektur bezogenene Zeichen und über 90 Kirchenräume vorallem im süddeutschen Raum gestaltet.
Für sein Werk wurde er u. a. 1995 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2015 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Er lebt und arbeitet in Eggenfelden in Niederbayern und ist langjähriges Mitglied der Münchener Secession.

www.neustifter.de

  • gepostet am: Dienstag, 11. April 2017

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