Bild: Marco Felgenhauer
Zwölf Kilometer, zwei imposante Wasserfälle und eine wildromantische Schlucht: Der „Wildes-Wasser-Weg“ bei Bodenmais wurde zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2026 gekürt. Die Route führt zu einigen der beeindruckendsten Naturschauplätzen des Bayerischen Waldes.
Bodenmais: Einmal fließt es sanft dahin, dann wieder schießt es mit voller Wucht über Felsen und Gestein: Auf dem „Wildes-Wasser-Weg“ rund um Bodenmais zeigt sich der Bayerische Wald von seiner ungezähmten Seite. Für die zwölf Kilometer lange Rundwanderung gibt es nun besondere Anerkennung – sie wurde zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2026 gewählt.
Die Route verbindet die beiden höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes: den Hochfall und die Rißlochwasserfälle. Auf dem Weg dazwischen erwarten Wandernde schmale Pfade, ruhige Waldabschnitte, aussichtsreiche Punkte und die wildromantische Rißlochschlucht.
Vom Kurpark zum ersten Highlight
Die Tour startet in Bodenmais und führt zunächst durch den Kurpark zum Wanderparkplatz Klause. Schon nach kurzer Zeit erreichen Wandernde mit dem Hochfall das erste große Naturschauspiel der Strecke. Von einer kleinen Holzbrücke aus lässt sich verfolgen, wie sich die Wassermassen über die Felsen in die Tiefe stürzen.
Anspruchsvoller Anstieg mit Weitblick
Im weiteren Verlauf wird der Weg fordernder. Schmale Steige führen bergauf zur Scharebenstraße, weiter über die Moosbrücke in Richtung der Rißlochwasserfälle. Am Sturmriegel bietet sich ein guter Grund für eine Rast: Von hier aus reicht der Blick weit über Bodenmais bis zu den südlichen Gipfeln des Bayerischen Waldes.
Höhepunkt in der Rißlochschlucht
Über den Hofwirtsteig gelangen Wandernde zum eindrucksvollsten Teil der Tour. In der Rißlochschlucht bahnt sich das Wasser seinen Weg zwischen mächtigen Felsblöcken hindurch ins Tal. Die Rißlochwasserfälle zählen seit Generationen zu den bekanntesten Naturattraktionen der Region.
Beim Abstieg durch die Schlucht ist Trittsicherheit gefragt: Steile, steinige Pfade führen hinab, begleitet vom ständigen Rauschen und den Wasserspritzern der Fälle. Kurz bevor der Weg auf den befestigten Pfad trifft, lässt sich – mit etwas Fantasie – noch die einstige Skisprungschanze erahnen. Über den Rißlochweg führt die Runde schließlich zurück nach Bodenmais.

