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Drei Haftbefehle gegen Tunesier und Deutsch-Syrer vollstreckt
REGENSBURG: Im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Handels mit Kokain und Cannabis sowie Schleusung hat die Polizei am Donnerstag, 24. September 2026, zwölf Objekte im Stadtgebiet Regensburg durchsucht und drei Haftbefehle vollstreckt. Sichergestellt wurden rund 500 Gramm Cannabis, weitere geringe Mengen Betäubungsmittel, ein gestohlener E-Scooter sowie ein niedriger dreistelliger Eurobetrag.
Die zu Jahresbeginn gegründete Ermittlungsgruppe „BAO Brennpunkt“ ermittelt seit Monaten gegen zehn Tatverdächtige, teils wegen des Verdachts bandenmäßigen Handelns. Die Ermittlungen weisen Bezüge zum Drogenhandel rund um den Regensburger Hauptbahnhof und die Maximilianstraße auf. Geführt wird die Gruppe gemeinsam von Bundes- und Landespolizei bei der Polizeiinspektion Regensburg Süd; neben der klassischen Ermittlungsarbeit steht ein Kontaktbeamter im Austausch mit Anwohnern und Geschäftsleuten.
Bei den Durchsuchungen – mehrere Wohnungen sowie Zimmer in Asylunterkünften – fanden die Beamten den Großteil des Cannabis in einer Wohnung, aus der ein 29-jähriger Syrer beim Zugriff aus dem zweiten Obergeschoss sprang und sich schwer verletzte. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Krankenhaus; die Hintergründe sind Teil der weiteren Ermittlungen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg hatte der Ermittlungsrichter zuvor drei Haftbefehle erlassen. Die Tatverdächtigen – ein 28-jähriger Deutsch-Syrer sowie zwei Tunesier im Alter von 27 und 38 Jahren – wurden vorgeführt und in bayerische Justizvollzugsanstalten gebracht.

