Foto: StMWi/Bastian Brummer
Bayerns Wirtschaftsminister wirbt bei der BDF-Landesversammlung in Fürth für aktive Waldbewirtschaftung und warnt vor Stilllegungsdebatten
Fürth: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat bei der Landesversammlung des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) Bayern in der Fürther Stadthalle die aktive Bewirtschaftung der Wälder als Schlüssel für ihren Erhalt bezeichnet. „Nachhaltige Nutzung der Wälder ist der beste Waldschutz”, sagte er vor rund 350 Vertreterinnen und Vertretern aus Forstwirtschaft, Politik und Verwaltung.
Mischwälder gegen Wetterextreme
Wälder seien Rohstofflieferanten, Lebensraum und Wirtschaftsfaktor zugleich, so Aiwanger. Wer sie für kommende Generationen bewahren wolle, müsse sie aktiv pflegen. Angesichts zunehmender Wetterextreme brauche Bayern stabile Mischwälder und gut ausgebildete Forstleute, die den Waldbau begleiten. Der Freistaat verfüge über diese Fachleute und könne auch in Krisenzeiten auf den leistungsfähigen Apparat zurückgreifen. Rund ein Drittel der Landesfläche ist bewaldet. Von der Holznutzung über erneuerbare Energien bis zur Jagd und zum Wasserhaushalt werde die Arbeit nicht ausgehen, sagte der Minister und dankte den Forstleuten für ihren Einsatz.
Wechsel an der Verbandsspitze
Der BDF Bayern ist mit rund 2.000 Mitgliedern der größte Berufsverband für Beschäftigte im bayerischen Forstbereich. Bei der Versammlung wurden Klaus Schreiber und Wolfgang Striegel zu neuen Landesvorsitzenden gewählt. Aiwanger gratulierte beiden und dankte dem bisherigen Vorsitzenden Bernd Lauterbach für dessen langjähriges Engagement.
Rohstoff Holz und Nachwuchssorgen
Bayern verfügt laut Aiwanger über einen Holzvorrat von rund einer Milliarde Kubikmetern. Jährlich werden etwa 20 Millionen Kubikmeter eingeschlagen. Der Minister sprach sich dafür aus, die Zusammenarbeit von Forstwirtschaft, Forschung und Holzindustrie auszubauen. Wegen des demografischen Wandels müsse zudem mehr qualifizierter Nachwuchs für den Forstbereich gewonnen werden.
Zum Abschluss appellierte Aiwanger an die Anwesenden, als Multiplikatoren aufzutreten und die Anliegen des Waldes in die Fläche zu tragen. Ziel sei es, dass diese weiterhin mehrheitsfähig bleiben, „für die vernünftige Nutzung und gegen Stilllegungsdebatten”. Sein Fazit: Der bewirtschaftete Wald sei der bessere Wald.

