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Bayerns Wirtschaftsminister wirbt auf Europas größter Immobilienmesse für weniger Bürokratie und verlässliche Förderung. Er verweist auf Zehntausende genehmigte, aber nicht gebaute Wohnungen.
München: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat auf der Expo Real in München für bessere Rahmenbedingungen in der Immobilien- und Bauwirtschaft geworben. Europas größte Fachmesse für Immobilien, Investitionen und Infrastruktur findet noch bis 7. Oktober auf dem Gelände der Messe München statt.
Die Branche sei „massiv verunsichert“, sagte Aiwanger. Hohe Baukosten, teure Grundstücke, hohe Zinsen und zu viel Bürokratie bremsten weiterhin die Investitionen. „Wir müssen Bauen wieder einfacher und günstiger machen“, so der Minister. Bezahlbarer Wohnraum entstehe vor allem durch ein größeres Angebot, nicht durch immer neue Vorschriften und Preisregulierungen.
Genehmigt, aber nicht gebaut
Als Beleg verwies Aiwanger auf die Zahlen für 2025: In Bayern wurden demnach rund 54.150 Wohnungen genehmigt, aber nur rund 47.360 fertiggestellt. Über 180.000 genehmigte Wohnungen warteten derzeit auf ihre Fertigstellung. „Eine Genehmigung allein schafft noch keine Wohnung“, betonte er. Nötig seien niedrigere Baukosten, schnellere Verfahren, bessere steuerliche Bedingungen und eine verlässliche Förderung. Enteignungsdebatten bezeichnete der Minister als „Gift für Investitionen“.
Modernisierungsgesetze sollen Verfahren beschleunigen
Der Freistaat setzt nach Angaben des Ministeriums bereits mit seinen Modernisierungsgesetzen auf weniger Bürokratie und einfachere Verfahren. Der Gebäudetyp E, der Bauturbo und eine eigene Umbauordnung sollen das Bauen schneller und günstiger machen.
Rundgang bei vier bayerischen Unternehmen
Bei seinem Messerundgang besuchte Aiwanger vier Firmen aus dem Freistaat:
Predium Technology (München): digitale Lösungen zur Bewertung und Steuerung von Gebäuden
Alasco GmbH (München): Software zur Steuerung von Bau- und Immobilienprojekten
Klebl GmbH (Neumarkt i. d. OPf.): moderner Massiv- und Fertigteilbau
B&O GmbH (Bad Aibling): Sanierung und Neubau in Holz- und Hybridbauweise
„Unsere Unternehmen zeigen, wie Digitalisierung, moderne Methoden und innovative Materialien das Bauen effizienter machen“, sagte Aiwanger. Diese Innovationskraft müsse genutzt werden, gleichzeitig müssten unnötige Vorschriften aus dem Weg geräumt werden.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

