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Das Haus der Eltern ist keine spekulative Aktie. Es ist der Ort von Kindheitserinnerungen, bezahlt mit Jahrzehnten harter Arbeit und bereits mehrfach versteuertem Einkommen. Doch wer heute das Elternhaus erbt, erlebt einen Schock: Der Fiskus fordert Unsummen – und drängt normale Familien gnadenlos zum Notverkauf. Während der Staat bei Megakonzernen beide Augen zudrückt, macht er bei Miterben und Eigenheimen Kasse. Damit muss schlussendlich Schluss sein!
In Bayern schlägt die Realität derzeit besonders brutal zu. Ein Erbschaftsteuerrecht, das seit über 15 Jahren wie eingefroren wirkt, ignoriert schlichtweg die Realität. Die Freibeträge für Kinder? Seit 2009 kein Stück angehoben! Was damals ein ganz normales Reihenhaus war, gilt durch die explodierten Immobilienpreise heute rein auf dem Papier als angebliches „Luxusgut“ – völlig ohne Zutun der Erben. Der Staat kassiert für Werte ab, die bloße Papiergewinne sind.
Zynisch wird es bei den Ausnahmen: Natürlich gibt es Paragrafen, die ein zinsloses Wohnen im Elternhaus erlauben – aber nur unter Schikanen. Wer wegen Job, eigener Familie oder Heimatferne nicht sofort selbst einzieht und zehn Jahre lang das Haus wie ein Gefängnis hütet, wird zur Kasse gebeten. Und schmerzhaft wird es für Geschwister: Will ein Kind das Elternhaus im Familienbesitz retten, muss es nicht nur die Miterben auszahlen, sondern zeitgleich gigantische Summen an das Finanzamt abdrücken. Wer das Geld nicht flüssig auf der klammen Bank hat, muss unters Messer: Der Notverkauf an Investoren wird erzwungen. Das Erbe von Generationen – zerschlagen per Steuerbescheid.
Das macht wütend! Denn während normale Familien für das Lebenswerk ihrer Eltern blechen müssen, kommen Großanleger und riesige Unternehmensvermögen dank verschachtelter Verschonungsregeln oft spottbillig davon. Wenn das Bundesverfassungsgericht diese Privilegien kippen muss, zeigt das nur, wie verkommen das System ist: Unten wird abkassiert, oben geschont.
Und was macht die Politik? Sie liefert ein lahmendes Schauspiel ab. FDP und CSU tönen lauthals nach höheren Freibeträgen und dynamischen Anpassungen, Bayern poltert in Karlsruhe für Sonderwege – doch sobald es ernst wird, schieben sich Bund und Bundesländer die Schuld gegenseitig zu wie eine heiße Kartoffel. Die Länder wollen ihre sprudelnden Steuermilliarden nicht hergeben, der Bund versteckt sich feige hinter ausstehenden Urteilen aus Karlsruhe. Man sitzt die Krise einfach aus, während draußen Bürger ihr Elternhaus verlieren.
Dieses jahrelange Aussitzen, Feilschen und Taktieren auf dem Rücken arbeitender Menschen ist eine Frechheit. Es geht längst nicht mehr um Steuergerechtigkeit – es geht um den kollektiven Vertrauensverlust in einen Staat, der sich am hart erarbeiteten Eigentum seiner Bürger bedient. Schluss mit dem Hinhalte-Spiel: Wer die Realität jahrelang ignoriert, verdient keinen Respekt, sondern den lautstarken Protest der Bürger!
Ein Kommentar (sg)

