Tipps für Gigs: Da Huawa, da Meier und I

Tipps für Gigs: Da Huawa, da Meier und I

14.07.2019, Forum am VAZ, Burglengenfeld, 20 Uhr

Aufgespielt wird in Tracht oder in Jeans, gesungen in bairischer Mundart. Thematisch werden gesellschaftliche und politische Themen wie Globalisierung und Massentierhaltung aufgearbeitet. Hier zeigen Da Huawa, da Meier und I, dass Bayern mehr ist als Seppltum, Weißwurst und Brez‘n. Sie fühlen dem gesellschaftlichen Treiben auf den Zahn wie etwa in ihrem "Bauern-Blues", in dem sie die "Jammertradition" der Landwirte ankreiden. Und wenn der "Hirschl Rainer" mit seiner "60-Tonnen-Monstertruckmaschin" über die Autobahn jagt, um "die Modewäsch" aus Bangladesch zu uns zu bringen, dann scheint zwischen den mitreißenden Rhythmen viel Nachdenkliches auf. Die Heimatverbundenheit gehört hierbei immer wieder zu den zentralen Themen der Band, wenn sie diese in all ihren Facetten und ihrer Tradition im Stück "Bayernland" im klarsten Dreigesang besingen. Ihre Lieder bestechen mal mit viel "Gfui", sind mal kritisch und ernst, mal hintersinnig und urkomisch.

Die musikalische Richtung ist stilistisch vielfältig und reicht von Volksmusik über Blues und Reggae bis hin zum Rock ‘n‘ Roll. Dass die drei Vollblutmusiker nebenbei auch noch wahre Verkleidungskünstler sind, zeigt die facettenreiche Palette ihrer Bühnenoutfits: Mal stehen die Drei in Frauenkostümen, mal als Frosch, dann als Affe oder Außerirdische verkleidet auf der Bühne. In eine Szene wird der Zuschauer sogar in himmlische Gefilde entführt: Petrus, Erzengel und Boandlkramer debattieren miteinander, ob es noch eine Zugabe geben soll oder nicht. Und wenn im aktuellen Programm "Zeit is a Matz!" da Meier im Fitness-Dress und in hautengen Leggings zu lateinamerikanischen Klängen Zumba tanzt, dann ist das ein Genuss für alle Sinne.

Da Huawa, da Meier und I schöpfen live aus einem Fundus verschiedenster Instrumente. In den ersten Bühnenprogrammen experimentierten sie mit selbstgebautem Klangwerk, wie etwa dem "Klorophon" oder dem "Mörtelkübelbass". Neben Gitarre, Percussion, Bass und verschiedensten Blasinstrumenten haben sie mittlerweile die Ziach, den Dudelsack und die Stromgitarre mit allerlei Effekten aufgenommen, die die nötige Prise Rock 'n' Roll hinzugibt. Auch die Rhythmussektion hat sich mit der Zeit zu einer Mischung aus traditionellem Schlagzeugequipment und karibischer Percussion mit Congas und Djembe entwickelt. So mischen die Drei Volksmusik mit verschiedensten Musikstilen und haben so wiederum ihren ganz eigenen Stil mit Wiedererkennungswert entwickelt, der mal frech, mal kernig und immer hoch musikalisch daherkommt.

Da Huawa, da Meier und I – das sind Christian Maier ("da Huawa"), Matthias Meier ("da Meier") und Sepp Haslinger ("i") aus Niederbayern und der Oberpfalz. Sepp Haslinger löste Anfang 2018 Siegi Mühlbauer als "i" ab. Seit fast 20 Jahren spielt die Band – und damit lange vor jeder bayerischen Modewelle – auf den Bühnen Bayerns und Österreichs. Die ersten musikalischen Gehversuche unternehmen Da Huawa, da Meier und I in der Liederbühne Robinson in Runding/Vierau – eine der ältesten Kleinkunstbühnen Bayerns. Ihr ist auch der Song "Der Blaue See" gewidmet. Der blaue See befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Liederbühne.

Info

Telefonischer Kartenservice: 0941/466160
Vorverkaufsstellen: Mittelbayerischer Kartenvorverkauf im DEZ, in der Tourist-Info und im DB-Reisebüro im Hauptbahnhof in Regensburg, im Buch und Spielladen am Marktplatz 10 in Burglengenfeld, in den MZ-Geschäftsstellen Schwandorf, Kelheim, Neumarkt und Cham sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

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