CD-Kritik | Sinan-G – Gangstas Paradise

CD-Kritik | Sinan-G – Gangstas Paradise

Die RSZ präsentiert allmonatlich die neuesten CDs bekannter lokaler und internationaler Künstler. Wer neuen Input in Sachen aktueller Musik benötigt, ist hier genau richtig.
Im März: La Roux – Supervision, Heinz Rudolf Kunze – Der Wahrheit die Ehre, Justin Bieber – Changes, Kadavar – For the Dead Travel Fast, Anti-Flag – 20/20 Vision, Sinan-G – Gangstas Paradise


Sinan-G – Gangstas Paradise

Das Beste zuerst: Auf „Gangstas Paradise“ finden sich zum Glück nur acht Tracks. Trotzdem schafft es Sinan G auf dieser kurzen Spielzeit spielend einfach, ein Gefühl von Monotonie und Langeweile zu erzeugen. Unterbrochen von gelegentlichem Entsetzen. Musikalisch handelt es sich hier um Shishabar-State-of-the-Art-Sound, ein Massaker aus austauschbaren Beats, mäßigem Flow und genretypisch übertriebenem Autotune-Einsatz. Das kann so nicht gesund sein. Textlich findet sich wenig Überraschendes: Maserati, Ritalin, Scheine machen, Knarre haben. Kann auch nicht gesund sein. Natürlich gibt es – wie im Deutschrap mittlerweile gute und ehrenvolle Tradition geworden – auch auf „Gangstas Paradise“ diesen einen emotionalen, reflektierenden Track, der tiefe Einblicke in das Seelenleben des Künstlers offenbart und gerne mal der Mutter gewidmet ist. Hier heißt er „Hinter blauen Augen“ und ist – kein Witz – eine Version von „Behind Blue Eyes“ von The Who. Um die Rezension positiv abzuschließen: Der Beat des Openers „Money Therapie“ bringt mit ein paar interessanten lateinamerikanischen Akzenten zumindest etwas Abwechslung. Ansonsten: Deutschrap-Standardware.


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