„quantum satis“ – Verpackungsbewusst, bedarfsgerecht, nachhaltig & entschleunigt einkaufen

„quantum satis“ – Verpackungsbewusst, bedarfsgerecht, nachhaltig & entschleunigt einkaufen

Bildunterschrift: Das Ladengeschäft „quantum satis“ in der Regenstaufer Hauptstraße 50 ist eine gemeinsame Initiative von Inhaberin Carola Benz (Mitte), Lutz Schönemann und Julia Pagiela. Das Trio freut sich auf die Eröffnung am Samstag, 12. Oktober.

 

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Am 12. Oktober eröffnet in Regenstauf ein neues Einzelhandelsgeschäft mit besonderem Konzept. Der Name „quantum satis“ heißt übersetzt „so viel wie nötig“. Die Kunden können in dem biozertifizierten Laden Lebensmittel in ihrer Ursprünglichkeit sowie weitere, ganz bewusst ausgewählte Produkte für den täglichen Bedarf kaufen. Der aktuellen Diskussion über Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Klimaneutralität hören die Gründer damit nicht nur zu, sondern werden selbst aktiv.

„Für mich ist der Laden ein echtes Herzensprojekt, weil hier wieder Lebensmittel in ihrer Ursprünglichkeit angeboten werden“, sagt Inhaberin Carola Benz. Die diplomierte Ökotrophologin und freiberufliche Bio-Auditorin ist seit gut 15 Jahren in der Lebensmittelbranche tätig. Sie kennt viele Geheimnisse und Zaubertricks, die bei der industriellen Lebensmittelherstellung möglich sind. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner und Mitgründer Lutz Schönemann, mit dem sie in der Marktgemeinde Regenstauf auch zu Hause ist, sowie ihrer Mitarbeiterin Julia Pagiela will sie ihren Kunden die Chance bieten, bewusst einzukaufen: um zum einen nichts wegwerfen zu müssen und um zum anderen den Blick für Inhaltsstoffe und Herstellungsverfahren zu schärfen. Für das Trio stellt „quantum satis“ eine Alternative zum konventionellen Einkaufen dar.

Nur das einkaufen, was benötigt wird

„Bei uns können die Menschen die Menge an Lebensmitteln kaufen, die sie tatsächlich benötigen. Auf das Gramm genau abgewogen, eingefüllt in die mitgebrachten Behältnisse“, erklärt Benz die Idee. „Für manche Rezepte, wie zum Beispiel für einen Kuchen, benötigt man nur ganz wenige Gramm eines bestimmten Gewürzes. In den Supermärkten sind die Packungen meist deutlich größer als die benötigte Menge. Das Gewürz verliert auf Dauer sein Aroma und irgendwann wird es weggeworfen“, ergänzt Schönemann. Daher werden in „quantum satis“ die unverarbeiteten Lebensmittel lose, also unverpackt angeboten. Die Kunden bringen ihre eigenen Gläser oder Dosen mit, welche sie im Laden mit ihrem Wunschprodukt befüllen. An der Kasse exakt abgewogen, wird nur der Inhalt bezahlt. Aufgrund dieser Strategie ist „quantum satis“ Mitglied in „unverpackt e. V.“, dem Berufsverband der Unverpackt-Läden in Deutschland, dessen Werte und Ziele in dem Ladengeschäft konsequent umgesetzt werden sollen.

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Verpackungsmüll reduzieren

In diesem Sinne will das Trio Benz, Schönemann und Pagiela mit „quantum satis“ auch einen Beitrag zur Müllvermeidung leisten. „Als ‚Müllbeauftragter‘ bei uns zu Hause sehe ich, welche Berge an Verpackungsmaterial von mir regelmäßig zum Wertstoffhof gebracht werden. Wer bei uns einkauft, nimmt keinen überflüssigen Verpackungsmüll mehr mit nach Hause“, macht Schönemann klar. Den Geschäftsgründern ist bewusst, dass sie dieses Konzept nicht erfunden haben. Dennoch sind sie stolz, sich dem aktuellen Trend anzuschließen und der derzeit teils sehr erhitzten Diskussion über Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Klimaneutralität nicht nur zuzuhören, sondern selbst zu handeln.

Nachhaltig ausgewähltes Sortiment

Auf über 60 Quadratmetern Verkaufsfläche finden die Kunden zahlreiche Produkte für den täglichen Bedarf: Lebensmittel, Körperpflegeartikel, Reinigungsmittel sowie kleinere Haushaltsgegenstände. Das Sortiment haben Benz und Pagiela, die schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten, sehr bewusst ausgewählt. „Bei uns gibt es teilweise andere Produkte als in der Drogerie oder im Biomarkt“, sagt Pagiela, die ein großes Faible für chemiefreie Reinigungsmittel und Körperpflegeprodukte hat. So wurden Pflegeprodukte und Waschmittel unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit ausgesucht, wie beispielsweise zu 100 Prozent biologisch abbaubares Waschmittel, Toilettenpapier aus Bambus, Zahnputztabletten, Duschseifen, festes Shampoo oder Rasierseife für Herren. Darüber hinaus wird es auch einige Besonderheiten wie Trinkhalme aus Glas oder Sonnenblumenhack geben. Die meisten Lebensmittel in „quantum satis“ stammen aus ökologischer Erzeugung, Obst und Gemüse werden regional und saisonal angeboten.

Entschleunigt einkaufen

Wie Pagiela und Benz versprechen, können sich die Kunden von „quantum satis“ auf ein entschleunigtes Einkaufen freuen. „Je Art eines Produktes haben wir nur eines zur Auswahl. Zum Beispiel nur einmal rote Linsen oder nur eine Sorte Milchreis“, erläutert Pagiela. Ratlosigkeit und langes Suchen vor dem Regal fallen damit weg. Insgesamt wurde bei der Sortimentszusammenstellung auch auf kurze Transportwege geachtet. „Wenn es möglich ist, versuchen wir Produkte aus bayerischer, deutscher beziehungsweise europäischer Erzeugung zu bekommen. Allerdings sind diese aufgrund höherer Produktionskosten oft etwas teurer als aus Drittländern importierte Produkte. In diesem Punkt bitten wir unsere Kunden um Nachsicht“, erklärt Benz, die sich bei „quantum satis“ für Lieferantenauswahl, Einkauf, Administration und Qualitätsmanagement verantwortlich zeichnet. Gleichzeitig ist es ihr ein großes Anliegen, dass sich auch Familien einen Einkauf in ihrem Laden leisten können, weswegen sie auf faire Preise setzt. „Unser Sortiment ist nicht in Stein gemeißelt. Wir werden es sicherlich nach und nach erweitern und an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen. Daher werden wir stets ein offenes Ohr haben“, schaut Benz voraus.

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Biozertifizierung und Ökostrom

Für die Produkte, die in dem Einzelhandelsgeschäft als Bio-Ware angeboten werden, hat „quantum satis“ eine eigene Biozertifizierung und unterliegt diesbezüglich regelmäßigen Kontrollen. Bei der Stromversorgung des Ladens sowie der Lager- und Büroflächen setzt man auf 100 Prozent Ökostrom. Ferner will sich das Trio um „quantum satis“ im Fairtrade-Projekt des Marktes Regenstauf engagieren und wird gleich von Beginn an einzelne Fairtrade-Produkte im Sortiment haben. „Wir wollen jedoch niemanden missionieren, sondern vielmehr aufklären, was beim Einkaufen in puncto Nachhaltigkeit alles möglich ist. Wir laden die Bürger herzlich ein, uns ihre Fragen zu stellen und das Gespräch mit uns zu suchen“, stellt Pagiela fest. Die Diplom-Biologin übernimmt den überwiegenden Part im Verkauf und wird dienstags bis donnerstags die Kunden bei „quantum satis“ betreuen.

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag: 9–13 Uhr
Mittwoch: 9–13 Uhr
Donnerstag: 9–13 Uhr
Freitag: 14–19 Uhr
Samstag: 9–15 Uhr

Adresse

quantum satis – SO VIEL WIE NÖTIG
Hauptstraße 50
93128 Regenstauf

Zentrale Lage an der Regenbrücke. Viele kostenlose Parkplätze fußläufig erreichbar.

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