Stadtrat informiert sich über Radverkehrsförderung

In einem ganztägigen Seminar diskutierten Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann sowie Stadträtinnen und Stadträte und Mitglieder der Verwaltung über die Möglichkeiten, den Radverkehr in Regensburg weiter zu fördern.

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Geleitet wurde das Seminar von Thiemo Graf, der das Institut für innovative Städte in der Nähe von Nürnberg leitet. Thiemo Graf ist nicht nur Büroinhaber, sondern auch Fachbuchautor und gefragter Redner. Das Büro berät Kommunen, den Freistaat und auch den Bund.

Was haben Städte gemeinsam, die in Deutschland und Europa erfolgreich den Radverkehrsanteil gesteigert haben?

Bereits in ihrem Eingangsstatement machte die Oberbürgermeisterin deutlich, dass der Radverkehr ein Zukunftsthema sei. Gertrud Maltz-Schwarzfischer verwies auf die geleistete Arbeit der letzten Jahre und den Erfolg der Maßnahmen, der sich in der Steigerung des Radverkehrsanteils auf inzwischen 24 Prozent und der Auszeichnung als fahrradfreundliche Kommunen in Bayern zeige, betonte aber zugleich, dass „wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen dürfen.“ Der Radentscheid im Herbst 2019 habe gezeigt, dass die Stadtgesellschaft eine noch intensivere und schnellere Förderung des Radverkehrs erwarte.

Die Stadträtinnen und Stadträte kamen mit einer hohen Erwartungshaltung und viel Engagement in das Seminar. Es entstanden lebhafte Diskussionen, auch die Pausen wurden zum Austausch genutzt. Am Ende waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin einig, dass das Seminar einen hohen Erkenntnisgewinn gebracht habe. Das Seminar wurde von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) finanziell gefördert, wofür sich die Oberbürgermeisterin ausdrücklich bedankte.

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Ein Schwerpunkt des Seminars lag auf der Ausgestaltung eines Hauptradroutennetzes für Regensburg. Da hierzu im Herbst die Arbeiten beginnen sollen, nutzte Thiemo Graf seine Erfahrungen und sein Wissen, um die Stadtratsmitglieder auf spezielle Punkte hinzuweisen. Der Fokus solle, so Thiemo Graf, insbesondere auf die Wahrnehmbarkeit und Eindeutigkeit der Radverkehrsanlagen gelegt werden. Ziel solle sein, Radverkehr für Menschen zwischen 8 und 88 Jahren zu ermöglichen. Um mehr Menschen aufs Rad zu bringen, dürfe man nicht nur auf die objektive Verkehrssicherheit – also z. B. Unfallzahlen – schauen, sondern müsse sich auch mit dem subjektiven Sicherheitsempfinden befassen. Radverkehrsführungen, die zwar nach den Regelwerken als sicher eingestuft werden, empfinden die radelnden Menschen nicht immer selbst als sicher – und meiden so diese Wege oder setzen sich erst gar nicht aufs Rad. Zudem gelte es, dem Themenfeld Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit mehr Bedeutung beizumessen.

Die Domstadt verfügt, darüber waren sich alle einig, über die Potenziale und Chancen den Radverkehrsanteil in den kommenden Jahren noch deutlich steigern zu können. Das Fahrrad ist in einer so kompakten Stadt wie Regensburg das ideale Verkehrsmittel. Selbst aus den Nachbarkommunen, wie Lappersdorf, Tegernheim oder Neutraubling, sind die Wege zu den Zielen in Regensburg kurz und das Rad ist heute schon oft das schnellste Verkehrsmittel. Nun gelte es, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und – soweit möglich – „das Tempo“ zu steigern.

  • gepostet am: Mittwoch, 07. Oktober 2020

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