Existenzgründungen aus der Wissenschaft

Existenzgründungen aus der Wissenschaft

Bildunterschrift: Von den bundesweit 220 Hochschulen, die am Wettbewerb teilgenommen haben wurden 142 mit einer Förderung ausgezeichnet (Das Foto wurde bei der Urkundenübergabe im Dezember aufgenommen).

 

Der Oberpfälzer Hochschulverbund aus Ostbayerischer Technischer Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), Universität Regensburg und Ostbayerischer Technischer Hochschule Amberg-Weiden (OTH Amberg-Weiden), der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Dezember im Förderprogramm „EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ ausgezeichnet wurde, startet nun – nach dem Erhalt des offiziellen Zuwendungsbescheids – mit einem virtuellen Kick-Off der beteiligten Projektpartner in die operative Phase. Das Verbundprojekt O/HUB wird während der vierjährigen Projektlaufzeit mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

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Potenziale heben, Gründungsaktivitäten aus den Hochschulen durch neue Impulse in der Gründungsberatung anstoßen, innovative Ideen und kreative Unternehmenskonzepte fördern, Studien- und Weiterbildungsangebote für Existenzgründerinnen und Existenzgründer ausbauen, das Netzwerk mit Unternehmen, Institutionen und Organisationen vergrößern, neue Gründungsaktivitäten etablieren und dadurch den regionalen Wissens- und Technologietransfer intensivieren und die Gründungsförderung strukturell weiter zu verankern – das sind die Ziele, die sich die drei Oberpfälzer Hochschulen im Projekt O/HUB gesetzt haben, um eine dynamische Gründerkultur an den Hochschulen zu etablieren. Der Erfolg im bundesweiten Förderwettbewerb zeigt die zunehmende Bedeutung der Gründungsförderung an den Hochschulen und gibt ihr einen wichtigen und nachhaltigen Auftrieb. Die gesteckten Ziele wurden nun im Rahmen eines virtuellen Kick-Offs in Arbeitspakete gefasst, die jetzt in einzelnen Arbeitsgruppen in Angriff genommen werden.

Die ursprünglichen Planungen berücksichtigten einen Faktor noch nicht: Das neuartige Corona-Virus. Wie können unter den neuen Bedingungen die gesetzten Ziele dennoch erreicht werden? Welche Maßnahmen und Methoden sind dazu geeignet? Unter anderem um diese Aspekte ging es nun in einem zusätzlichen Online-Workshop der beteiligten Hochschulen. „Wir haben innovative Lösungen gefunden, um den Mehrwert unseres Projekts an unseren Hochschulen auch unter Corona-Bedingungen sicherzustellen und zusätzliche Ausgründungspotentiale anzuregen“, so Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Sprecher des O/HUB und Professor für Betriebswirtschaftslehre und Entrepreneurship an der OTH Regensburg, „dabei ist das Motto, nicht nur selbst unter den Bedingungen von Corona handlungsfähig zu bleiben, sondern vor allem auch darauf einzugehen, was sich für Gründerinnen und Gründer ändert. So wird beispielsweise das Präsentieren von Geschäftsideen via Online-Medien derzeit zu einer Kernkompetenz und löst den live vor Publikum gehaltenen „Pitch“ in seiner Bedeutung ab, daher wollen wir hierzu spezielle Trainings anbieten, damit unsere Gründerinnen und Gründer das Maximum aus ihrem Online-Auftritt in Live-Sessions herauszuholen lernen. Diese Kompetenzen werden voraussichtlich auch nach Corona eine höhere Bedeutung behalten.“

Die Oberpfalz besitzt ein leistungsstarkes Netzwerk für den Wissens- und Technologietransfer. Zahlreiche ostbayerische Einrichtungen befördern das für Existenzgründungen notwendige kreative Milieu. Der intensive Austausch mit den kommunalen Wirtschaftsförderungen, mit den städtischen Innovations- und Gründerzentren TechBase und BioPark Regensburg, den weiteren Gründer- und Technologiezentren in der Region sowie den vor Ort ansässigen Clustern (Sensorik, IT-Sicherheit, IT-Logistik und E-Mobilität), den bereits vorhandenen Hochschulverbundprojekten wie z. B. Grow4Digital, der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO), deren unmittelbare Projektpartner die drei Oberpfälzer Hochschulen (UR, OTH Regensburg und OTH Amberg-Weiden) sind, sowie dem bayerweiten Netzwerk BayStartUP und Unternehmen der Region bieten zusammen mit dem neuen Verbundprojekt der drei Oberpfälzer Hochschulen nun einen idealen Nährboden für Ausgründungen.

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Mit der Stärkung des Gründergedankens in Forschung und Lehre sollen innovative und wachstumsorientierte, technologiebasierte Ausgründungen aus den drei Oberpfälzer Hochschulen ermöglicht werden, die zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen, oder auch globale Chancen wahrnehmen. Gerade an den Schnittstellen zwischen der Grundlagenforschung an der Universität und der angewandten Forschung an den Hochschulen können durch Sensibilisierung, Qualifizierung, Scouting und Beratung gezielt innovationsbasierte Gründungschancen entstehen, Impulse für neue Unternehmenskonzepte, Geschäftsideen und Startups. Gründungsinteressierte können sich gerne jederzeit an die entsprechenden Stellen der jeweiligen Hochschule wenden.

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