Betrug an Senioren in Regensburg

Eine 76 jährige Frau aus Regensburg ist am Dienstagnachmittag, 08.01.2019, Opfer von Betrügern geworden. Die Seniorin wurde um einen fünfstelligen Eurobetrag gebracht.

Nach dem Anruf einer vermeintlich Angehörigen, die eine Notlage vorgetäuschte, hat die hilfsbereite ältere Dame bei ihrer Bank einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag abgehoben und wie zuvor vereinbart im Stadtgebiet von Regensburg einem Unbekannten das Geld übergeben.

Bereits am Montag, 07.01.208, haben ebenfalls Unbekannte eine 88 Jährige aus Regensburg mit einem Anruf ebenfalls versucht an die Barschaft der pensionierten Frau zu kommen und forderten einen fünfstelligen Eurobetrag. Glücklicherweise waren die Täter dabei nicht erfolgreich.

Die Täter agieren bei dieser Masche meist professionell und geplant. Insbesondere ältere Menschen stehen auf deren Liste möglicher Opfer, die sie um ihr Erspartes bringen möchten. Dabei wird oft eine Verwandtschaft vorgetäuscht oder auch der Eindruck einer amtlichen Maßnahme erweckt. Eine geschickte Gesprächsführung und Absicherungsmaßnahmen, etwa durch Kontrollanrufe, weisen hier auf eine hohe kriminelle Energie hin.

Nicht selten werden Personen mit typisch älteren Vornamen gezielt ausgewählt und kontaktiert. Die Polizei rät, sich bei derartigen Anrufen umgehend den Notruf zu wählen und den Sachverhalt mitzuteilen. Zudem sollten ältere Menschen hier umgehend Personen Ihres Vertrauens, z. B. echte Verwandte, kontaktieren. Stehen Unbekannte vor Ihrer Tür, können Nachbarn um Hilfe gebeten werden. Senioren sollten auch von ihren Vertrauenspersonen auf das Phänomen aufmerksam gemacht und so sensibilisiert werden.

Der Enkeltrick

Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren oder sogar um Ihre Lebensersparnisse gebracht werden.

Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren und allein lebenden Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.

Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet.

Tipps der Polizei gegen den Enkeltrick

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