Wolf-Dietrich Nahr: „Tel Aviv – Menschen im Bauhaus“

Wolf-Dietrich Nahr: „Tel Aviv – Menschen im Bauhaus“

23.09.–02.11.2019, Thon-Dittmer-Palais

Vom 24. September bis 2. November 2019 ist in der Säulenhalle des Thon-Dittmer-Palais (Haidplatz 8) die Ausstellung des Regensburger Fotografen Wolf-Dietrich Nahr „Tel Aviv – Menschen im Bauhaus“ zu sehen. Eröffnet wird sie am Montag, 23. September, um 18.30 Uhr. Die Ausstellung reiht sich in die Veranstaltungen des kulturellen Jahresthemas 2019 „Stadt und Gesellschaft“ ein, der Eintritt ist frei. Die Säulenhalle ist montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr zugänglich.

Das Bauhaus lebt

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Der Regensburger Journalist und Fotograf Wolf-Dietrich Nahr hat im Mai 2019 im weltgrößten Bauhaus-Ensemble Tel Aviv Menschen in ihrem alltäglichen Wohn- und Arbeitsumfeld in Gebäuden und Räumen der klassischen Moderne mit der Kamera begleitet – kein fotografischer Voyeurismus, sondern eine respektvolle und distanzierte Annäherung an die Frage: Folgt die Form des Bauhauses den Lebensfunktionen der Menschen, die die Architektur benutzen.

Mit Hilfe einer analogen Mittelformat-Kamera und schwarzweißem Film wurden sie beobachtet: Handwerker beim Sanieren eines Bauhaus-Gebäudes, Restaurantbesucher, Nachtschwärmer, Bewohner einer Stadt-Kommune, Teenager auf dem International-Style-Balkon, Büroangestellte in der Mittagspause. Unter den 27 Exponaten sind zwei historische Aufnahmen aus dem Archiv des großen israelischen Kult-Fotografen Rudi Weissenstein.

Mit der analogen Mittelformat-Kamera in Tel Aviv

Eine Woche lang war der in Bamberg geborene Wahl-Oberpfälzer in Tel Aviv rund um den Dizengoff-Platz und am Rothschild-Boulevard unterwegs, um „Menschen im Bauhaus“ zu finden. Dabei öffnete sich manche Tür unter anderem des ehemaligen Haaretz-Pressehauses und des Liebling-Hauses, ein historischer Bauhaus-Komplex, der gerade mit großem Aufwand und Mitteln der Bundesrepublik Deutschland saniert und als Begegnungszentrum eröffnet wird. Eine Familie ermöglichte Einblicke in ihr privates Appartement. Die Patina mit manchen Sanierungsrückständen an den Bauhaus-Gebäuden aus den Dreißigern und das mediterrane Grün-Umfeld der Häuser lieferten spannende Streiflichter.

Die Entstehung der analogen Fotos ist eine Geschichte für sich. Der fotografische Autodidakt Wolf-Dietrich Nahr (Jahrgang 1958) hatte aus Angst vor der „Verstrahlung“ der Filme in der Sicherheitsmaschinerie der Flughäfen das Material vorher in einem Tel Aviver Fotogeschäft bestellt und nach der Anreise persönlich abgeholt. Das fensterlose Bad seines Hotelzimmers funktionierte er zum improvisierten Fotolabor um. Tagsüber fotografierte er und nachts entwickelte er die Filme in der Hotel-Dunkelkammer. Die Heimreise trat Nahr mit einem Ordner Mittelformat-Negative an, das Bildmaterial für die Ausstellung „Tel Aviv – Menschen im Bauhaus“.



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