Das Abenteuer Kunst beginnt am Bahnhof

Das Abenteuer Kunst beginnt am Bahnhof

Bildunterschrift: Seit den 1990er Jahren gestaltet Marcus Kaiser seine Kontoauszüge. Ein besonderes Tagebuch.

„Wenn Frau Hellwig-Schmid einlädt, ist das immer etwas Besonderes“ zollte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer dem donumenta e. V. Anerkennung. Am Mittag des 04.06.2019 eröffnete der Verein das ART LAB Gleis 1–9 am Hauptbahnhof und gleichzeitig die Ausstellung des Düsseldorfer Künstlers Marcus Kaiser.

Marcus Kaiser ist der erste, der die ehemalige Unterführung des Hauptbahnhofs Regensburg bespielt. In ihrer Einführung ging Kuratorin Regina Hellwig-Schmid auf die Idee der Lebensrauminstallation Kaisers ein: „Sie ist im Spannungsfeld zwischen Musik und Bildender Kunst verortet, folgt einer Raum- und Zeitstruktur. Alle Arbeiten sind offen, bleiben immer im Prozess, integrieren das Jetzt und das Heute und hier im Tunnel, sogar die Geräusche der vorbeifahrenden Züge.“ Durch tägliche Video- und Tonaufnahmen, die Kaiser in seiner Lebensrauminstallation weiterverarbeite, werde das ART LAB Gleis 1–9 Teil von Kaisers Kosmos, erklärte Hellwig-Schmid.

7a ART LAB Gleis 1 9 Eroffnung 04.06.2019 Foto donumenta 1 1280x853

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer eröffnet neuen Kunstort für Regensburg mit Künstler Marcus Kaiser (2. v. li.), Regina Hellwig-Schmid und Hans Simon-Pelanda (re.) von der donumenta sowie Bahnhofsmanager Walter Reichenberger.
© donumenta

Sie sprach über die Entstehung von Marcus Kaisers Assemblagen aus gesammelten Eierschalen und Teebeuteln, die Bedeutung seines Regenwalds in der raumgreifenden Installation, seine poetische-meditative Arbeit „Der Rand der Tage“ und seine überarbeiteten Kontoauszüge.

Kaisers Lebensrauminstallation ist ein Gesamtkunstwerk und auch eine Langzeitstudie mit klarem Anfang, aber noch unvorhersehbarem Ende.

„Die Werke können ohne viele Erklärungen Geschichten erzählen“, sagt Regina Hellwig-Schmid und freut sich auf viele BesucherInnen, für die jetzt am Hauptbahnhof ein ganz neues, besonderes Abenteuer beginne, nämlich die Begegnung mit der Kunst.

Jede Menge Laufkundschaft

Hans Simon-Pelanda, 2. Vorsitzender des donumenta e. V., erinnerte anlässlich der Eröffnung des ART LAB Gleis 1–9 an die Geschichte des Bahnhofs und seine Bedeutung als Mobilitätsdrehscheibe. „30.000 Menschen frequentieren täglich den Regensburger Bahnhof. Das bedeutet jede Menge Laufkundschaft“, erklärte Simon-Pelanda. Die donumenta löse mit dem ART LAB Gleis 1–9 den Anspruch ein, Kunst zu den Menschen zu bringen. Regina Hellwig-Schmid und ihr Team habe die Bahnhofsunterführung aus dem Dornröschenschlaf erweckt, sagte Walter Reichenberger, Leiter des Bahnhofsmanagements.

7c ART LAB Gleis 1 9 Eroffnung 04.06.2019 Foto donumenta 3 1280x960

In dieser Installation „Ich zeige den Steppengrillen meinen Wald“ aus Pflanzen leben Grillen. Über Lautsprecher verstärkt, gehört ihr Zirpen zum Klangteppich in der Ausstellung.
© donumenta

  • gepostet am: Freitag, 21. Juni 2019

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