Dantes Göttliche Komödie: Illustrationen von Josef. L. Krancher

Dantes Göttliche Komödie: Illustrationen von Josef. L. Krancher

Bis 25.05., Staatliche Bibliothek, Mo–Fr: 9–18 Uhr, Sa: 14–18 Uhr

Bildunterschrift: Szene aus dem Paradiso.

Die „Göttliche Komödie“ zählt zu den größten Werken der Weltliteratur. Das von Dante schlicht als „commedia“, „Komödie“, betitelte Werk ist von einer enormen Sprachgewalt. Wer es einmal gelesen hat, wird die Eindrücke nur schwer vergessen. Es werden alle Sinne angesprochen: Man hört förmlich die Schreie der Verdammten in der Hölle, riecht den stinkenden Kot, sieht die bizarren Ungeheuer vor sich. Dem Florentiner Dichter gelang es gleichzeitig, ein ganzes Panoptikum der abendländischen Geschichte, Bildung und Kultur zu entfalten. Dante lässt das „Who is who“ der Bildungsgeschichte auftreten: Homer, Horaz, Ovid und Lukan finden sich hier ebenso wie Sokrates, Platon, Cicero, Galen, Euklid oder Ptolemäus. Die „Göttliche Komödie“ ist damit selbst so etwas wie eine Bibliothek. Geradezu unerschöpflich sind die Lesarten dieses Werkes.

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Josef L. Krancher beschäftigt sich von Kindesbeinen an mit dem großen Werk Dantes. Zwischen 2012 und 2018 sind so mehr als 250 Illustrationen entstanden, mit denen der Künstler versucht, Dantes Verserzählung ohne Überhöhung und ohne Hemmschwellen in Bilder unserer Zeit umzusetzen, um sie so auch einem jüngeren Publikum wieder einfacher zugänglich zu machen. Angereichert wird die Ausstellung durch Ausgaben der „Commedia“ aus dem Privatbesitz von Herrn Krancher sowie den Beständen der Staatlichen Bibliothek Regensburg. Darunter die erste deutsche Ausgabe, die Leberecht Bachenschwanz zwischen 1767 und 1769 herausbrachte, oder Fragmente einer Dante Handschrift, die aus dem 14. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Entstehungszeit der „Commedia“, stammen.

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Bildunterschrift: Fragmente einer Handschrift von Dantes Werk aus dem 14. Jahrhundert (Staatliche Bibliothek Regensburg 999/4Lat.rec.34).

Am 20. März 2019 wird die Ausstellung um 11 Uhr mit einer Kuratorenführung durch Josef L. Krancher eröffnet. Die Staatliche Bibliothek lädt dazu alle Interessierten herzlich ein.

Die Staatliche Bibliothek Regensburg

Die Staatliche Bibliothek Regensburg zählt mit ca. 500.000 Medien zu den großen kulturellen Institutionen in Regensburg und der Region. Gegründet 1816, verfügt die Bibliothek über mehr als 90.000 Drucke mit Erscheinungsjahr vor 1800, mehr als 1.000 Handschriften und Autographen sowie etwa 7.000 Altkarten und ist somit eine Schatzkammer des gedruckten Kulturerbes der Region. Neben vielen anderen Digitalisierungsprojekten wurden gemeinsam mit der Bayerischen Staatsbibliothek und Google etwa 70.000 urheberrechtsfreie Drucke digitalisiert und über den Onlinekatalog zur Verfügung gestellt. Damit nimmt die Staatliche Bibliothek Regensburg eine Spitzenposition in der Bereitstellung digitaler Medien unter allen kulturellen Institutionen in der Bundesrepublik Deutschland ein. Ferner erfüllt die Staatliche Bibliothek die Aufgabe als Archivbibliothek nach dem Bayerischen Pflichtstückegesetz für den Regierungsbezirk Oberpfalz. D. h., von jedem veröffentlichten Werk der Region wird ein Exemplar dauerhaft in der Staatlichen Bibliothek verwahrt und steht einer öffentlichen Nutzung zur Verfügung.

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