„Chess“ – Premiere

16.03., Velodrom, 19.30 Uhr

Inspiriert vom Jahrhundert-Schachspiel zwischen dem Russen Boris Spassky und dem Amerikaner Bobby Fischer 1972 in Reykjavik schrieb Tim Rice mit dem Musical „Chess“ eine Hommage an das strategische Spiel und zugleich eine Parabel über Macht und Manipulation – nicht nur auf weltpolitischer Ebene.

Zwei Schach-Genies treffen bei einer Weltmeisterschaft aufeinander. Der Amerikaner – ein besessener Borderliner, der von seinen eigenen Dämonen gehetzt wird. Der Russe – ein auf Schritt und Tritt überwachter Spieler, der mit seiner Heimat hadert. Bei diesem Turnier geht es nicht nur um den persönlichen Sieg, schließlich sind beide Vertreter waffenstarrender Supermächte. Aus dem Duell wird, angeheizt von den Medien, ein erbarmungsloser Stellvertreterkrieg zwischen zwei Männern, die selbst immer mehr zu Schachfiguren im Spiel der Mächtigen werden.

In der angespannten Atmosphäre des Spiels entspinnt sich eine komplexe Liebesgeschichte, die mit den Grenzen von Loyalität und Integrität spielt: Zwischen Florence Vassy, der Managerin und Geliebten des amerikanischen Herausforderers Frederick Trumper, und dessen russischem Gegner Anatoly Sergievsky. Das Schachturnier entscheidet Anatoly für sich und somit den Wettstreit zunächst für die Sowjetunion. Doch er fasst den Entschluss, nicht in die UdSSR zurückzukehren, obwohl seine Familie – Ehefrau und Kind – dort lebt. Auch Florence gerät in einen Konflikt mit ihrer Vergangenheit, der ihre persönliche Freiheit infrage stellt.

Als die Sowjetunion einen neuen Schach-Star ins Rennen schickt, um Sergievsky den Weltmeistertitel streitig zu machen, und dabei auch vor persönlichen, psychologischen Beeinflussungstaktiken nicht zurückschreckt, muss er erneut seine Prioritäten hinterfragen.

In Benny Andersson und Björn Ulvaeus, deren Zeit mit der Band ABBA zu Beginn der 80er-Jahre gerade zu Ende ging, fand Tim Rice zwei brillante Komponisten, die ihre Partitur mit sinfonischem Gestus und Songs wie „One Night in Bangkok“ oder „Ich kenn ihn so gut“ („I Know Him so Well“) krönten. Aus der Kombination von sinfonischem und rockigem Sound entsteht die besondere Sogwirkung und spannungsgeladene Kraft des Musicals.

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