"Das Auto hat keine Zukunft. Ich setze aufs Pferd"

"Das Auto hat keine Zukunft. Ich setze aufs Pferd"

... sagte der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II. Kein Wunder damals: im Jahr 1900 rollten gerade mal 1688 Dampfautomobile, 1575 Elektrofahrzeuge sowie 929 Autos mit Benzinmotor aus den Fabriken, wie Uwe Pfeil, Manager des Elektromobilclusters Regensburg, bei einer Informationsveranstaltung der IHK am 26.10. zum Thema Elektromobilität ausführte.

Die Politik respektive Bundeskanzlerin Merkel hatte 2011 das Ziel vorgegeben: eine Million Elektroautos in Deutschland bis 2010. Die IHK hatte nun eingeladen, um den Stand der Dinge zu beleuchten. Regensburgs dritter Bürgermeister Huber und Experten verschiedener Fachrichtungen stellten dazu Fakten vor. Aktuell scheint der Durchbruch für Elektroautos in den Köpfen der Menschen, wie damals bei Kaiser Wilhelm, noch nicht ganz erreicht zu sein.

Die Hemmnisse seien ganz einfach aufzuzählen, so Werner Beck von der IHK: zu geringe Kapazität der Batterien und dadurch beschränkte Reichweite der Fahrzeuge, ein zu hoher Preis im Vergleich zu klassischen Verbrennern und zu wenig Lademöglichkeiten für die Elektroautos. Dazu gäbe es auch noch unterschiedliche Ladesteckersysteme. In Deutschland seinen derzeit 25.000 reine Elektrofahrzeuge zugelassen, dazu 130.000 Hybridfahrzeuge (siehe dazu Technik-Kasten). 

Im Kammerbezirk (Oberpfalz und LK Kelheim) gäbe es aktuell 99 Ladestationen mit Lademöglichkeiten für 251 Fahrzeuge - deutlich zu wenig. Auch die Abrechnung des "getankten Stroms" wäre für den Nutzer noch nicht überall befriedigend gelöst.
Dennoch seien Elektroautos die Zukunft, Deutschland stünde vor einer Zeitenwende. Bestehende Berufe würden sich verändern, neue kämen dazu. Die mit den Elektroautos parallel wachsende IT-Vernetzung und die Vision des autonomen Fahrens würden den motorisierten Individualverkehr auf lange Sicht massiv verändern und um Klassen komfortabler machen.

Die Technik der Fahrzeuge werde kontinuierlich besser, die oben genannten Hemmnisse mit der Zeit weniger. Sicherlich helfe auch die neue Kaufprämie von bis zu 4000 Euro, gemeinsam mit anderen Anreizen wie Steuervorteilen und deutlich geringeren Betriebskosten, den Umsatz anzukurbeln. Vielleicht sei das Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 doch nicht so aus der Welt wie oft dargestellt.
Vor dem IHK Haupteingang in der Dr. Martin-Luther Straße gibt es neuerdings eine e-Tankstelle vor dem Haupteingang - und damit exakt 1000 im Kammerbezirk.
Anlässlich der Veranstaltung gab es die Gelegenheit, ein Elektroauto Probe zu fahren.

Im folgenden einige subjektive Eindrücke:
Der BMW i3 wirkt von außen irgendwie wie ein Kleinwagen. Ist er aber nicht, wenn man erst mal drin sitzt. Bißchen futuristisch, elektronisch futuristische Anmutung, der Tacho sagt, dass man noch 180 km Reichweite hat. Von der Bedienung her wie ein ganz normaler BMW mit Automatik, Bremse betätigen und auf den "on"-Knopf drücken. Wenn man dann aufs Gaspedal tritt, dann entsteht unmittelbar Sportwagenfeeling, der i3 beschleunigt wie eine Rakete, ist aber auch sanft, je nachdem wie man mit dem Gaspedal umgeht. Geht man vom Gas, bremst er selbständig, die Energie geht zurück in die Batterie, die "echte" Bremse ist fast überflüssig. Er fährt sich ungemein leichtfüßig, macht richtig Spaß, nach wenigen hundert Metern ist das Fahrgefühl irgendwie selbstverständlich. Man hat das Gefühl, dass das das Auto ist, "wie es sein soll".

  • gepostet am: Freitag, 28. Oktober 2016

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