"Daraus kann etwas Großes entstehen !"

"Daraus kann etwas Großes entstehen !"

SSV Jahn zieht positive Bilanz der letzten 3 Jahre

Jahn Präsident Hans Rothammer und Dr. Christian Keller hatten bei der Mitgliederversammlung am 25.9. ein richtiges Heimspiel: die chronischen Probleme die für die leidgeprüften Fans früher fast schon normal waren, sind in den vergangenen drei Jahren einer durchwegs positiven Entwicklung gewichen, beide dankten den vielen Akteuren, die an dem Erfolg mitgearbeitet hatten.

Zuerst ging Rothammer auf das Reizthema Global Sports Invest AG und Phillip Schober ein - und führte aus, wie schon in der Presse zu lesen, dass das Bauteam Tretzel von einem vertraglich vereinbarten Rücktrittsrecht bezüglich 62% der an Phillip Schober verkauften Aktien an der KGA Gebrauch mache. Ebenfalls erläuterte er, dass zwischen Jahn und Bauteam Tretzel vertraglich bereits geregelt wäre, dass die zurückgeforderten Aktien an den Jahn verkauft würden, über die Modalitäten sei jedoch Stillschweigen vereinbart. Man könne sich aber darauf verlassen, dass der Jahn nur seriöse finanzielle Verpflichtungen eingehe, so Rothammer.

Eine gerichtliche Klärung der mit Global Sports Invest AG bestehenden Differenzen würde voraussichtlich bald abgeschlossen sein, "dann sei der Spuk vorbei".

Bezüglich der leidlich bekannten Regensburger Spendenaffäre sei es gelungen, durch offene Kommunikation und professionelles Handeln den Jahn aus den Turbulenzen rauszuhalten. Eine Vorverurteilung der Beschuldigten lehne er ab.

Zur finanziellen Situation des Vereins legte Rothammer dar, dass er bei Amtsantritt um rund 3,5 Millionen mehr Schulden als Vermögenswerte vorgefunden habe. Heute ist der Verein im Plus und kann auch seine Jugendarbeit selber finanzieren, was im Profi-Fußball alles andere als selbstverständlich ist.

Die wiedergewonnene Anziehungskraft des Vereins belegt unter anderem auch die aktuelle Mitgliederzahl, diese hat sich auf rund 2500 fast verdreifacht.

Dr. Christian Keller, in Doppelfunktion als Vorstand Nachwuchsfußball und als Geschäftsführer des SSV Jahn, berichtete in gewohnt begeisternder Weise über  die Entwicklung der Jahnschmiede und deren Status als DFB-Leistungszentrum, über die Fußballschule und das neueste Baby, die Ballschule. Das ist professionelle, langjährige Basisarbeit, die sich bereits heute auszuzahlen beginnt.

Das Jahn Aushängeschild ist natürlich die - in die SSV Jahn Regensburg GmbH & Co. KGaA ausgegliederte - Profimannschaft, die den Durchmarsch von der 4. in die 2. Bundesliga geschafft hat. Für diese Leistung könne man dem Trainer, der Mannschaft und allen Beteiligten nicht genug danken.

Keller zeigte das kontinuierliche Umsatzwachstum, das durch den Aufstieg in die 2. Liga nochmals einen Quantensprung erfahren habe. Die wirtschaftliche Basis sei eine wesentliche - wenn auch nicht die einzige - Voraussetzung für den langfristigen Erfolg. Drei Geldquellen gäbe es für grundsätzlich für einen Fußballverein:

Im ersten Punkt, Sponsoring, hätte der Jahn die Zahl seiner Partner auf aktuell 250 nahezu verfünffacht. Zum zweiten: Einnahmen, die den Spieltag betreffen (z.B. Eintrittsgelder) stiegen ebenfalls kontinuierlich. Ein entscheidender Faktor seien jedoch die Fernsehgelder, aktuell in der 2. Liga ca. 7 Millionen, wobei der Jahn hier im Vergleich zum Spitzenreiter Ingolstadt mit 17 Millionen noch am unteren Ende rangiere (zum Vergleich Fernsehgelder in der 4. Liga: 5000 Euro, in der 3. Liga 800.000 Euro).

Mahnende Worte fand Keller auch: man dürfe nicht nachlassen in den Anstrengungen. Das Ziel Ligaerhalt sei eine riesengroße Aufgabe, es werde auch sicher noch Rückschläge geben, aber mit Teamgeist, Durchhaltevermögen und Glauben an den Erfolg "kann daraus was Großes entstehen".

Bild: Dr. Christian Keller (links), Hans Rothammer (Mitte)

  • gepostet am: Donnerstag, 28. September 2017

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