Broadway-Feeling für jedermann

Broadway-Feeling für jedermann

Der vielfache deutsche Meister im Tanzen Michael Braun aus Regensburg entwickelt Choreographien, mit denen er auch Hobby-Tänzern die Chance gibt, sich einmal wie auf dem Broadway zu fühlen.

Von Bayern an den Broadway dauert es knapp neun Flugstunden. Der Regensburger Tänzer und Choreograph Michael Braun verkürzt die 6.500 Kilometer Entfernung auf die Dauer eines Wimpernschlags: Er entwickelt Choreographien und Bühnenshows, die die Bewegungen und das Gefühl der großen amerikanischen Musicalbühnen nach Deutschland holen - und für Hobbytänzer zum unvergesslichen Erlebnis werden lässt. "Ich will Menschen für das Tanzen und die Schönheit der Bewegung begeistern und mit ihnen etwas schaffen, das sie selbst nie für machbar gehalten hatten", sagt der 28-Jährige. Er ist ein Meister seines Faches: Zwischen 2009 und 2012 holte er als Tänzer fünf deutsche Meistertitel und feierte auf nationalen und internationalen Turnieren zahlreiche Erfolge.

Das Tanzen war Michael Braun beinahe in die Wiege gelegt: Bereits mit fünf Jahren stand Michael als Rock"n"Roller bei der Tanzgruppe in seinem bayerischen Heimatort mit Begeisterung auf der Bühne. Trainern fiel er früh auf: Bei Turnieren gehörte er als Kind und Jugendlicher in seinen Wettbewerbsklassen meist zu den Jüngsten. Mit 16 Jahren trainierte er bereits die Tanzgruppe seiner Heimatgemeinde. Nach dem Abschluss seiner kaufmännischen Ausbildung entschied er sich mit 20 Jahren, seinen Beruf an den Nagel zu hängen. Seine eigene Karriere und die fünfjährige Master-Ausbildung des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes, der weltgrößten und weltweit anerkannten Dachorganisation von Tanzschulen und Tanzlehrenden, sind ihm heute Rüstzeug für seinen Beruf. Michael Braun arbeitet heute mit Kindern und Erwachsenen, Hobbytänzern und Profitänzern gleichermaßen. Zusätzlich bildet er Tanzlehrer weiter und trainiert Tänzerinnen und Tänzer für die Teilnahme an internationalen Meisterschaften. Regelmäßig teilt er sein Wissen auch bundesweit in Workshops.

Am meisten aber liebt er es, seine Choreographien für die großen Musicals dieser Welt mit Hobbytänzern umzusetzen und zum bejubelten Bühnenerfolg zu machen. In Regensburg hat der vielmalige deutsche Meister diese Vision verwirklicht und steht auch weiter selbst auf der Bühne. Zu seinen erfolgreichsten Inszenierungen der vergangenen Jahre gehören "Die Schöne und das Biest", "Das Phantom der Oper" oder auch "Sister Act" und "Der König der Löwen" - stets mit aufwändigen, individuellen Kostümen und viel Liebe zum Detail. Eine Bühne finden seine Produktionen regelmäßig in Theatern und Tanzschulen, auf Bällen, Galas und Festen. "Der Applaus ist für die Tänzer der größte Lohn", sagt er.

Das jüngste Projekt des gebürtigen Oberpfälzers: die Adaption des Hollywood-Erfolgsstoffs "The Greatest Showman", der in deutschen Kinos in diesem Jahr bereits mehr als 700.000 Menschen begeisterte. Bei Michael Brauns Regensburger Version des "Greatest Showman", einer furiosen Tanzshow in zwei Akten, verwandelt sich eine Zahnärztin in eine Raubkatze, eine Grafikerin und Designerin in eine Trapezkünstlerin und eine angehende Wirtschaftsinformatikerin in eine Zirkusdirektorin. Zum Ensemble gehören unter anderem auch eine Schmetterlingsfrau, eine Albino-Löwin und eine Waldnymphe, eine Meerjungfrau, eine Tänzerin im Pfauenfedern-Kleid und eine am ganzen Körper tätowierte Rockerin. Mehrere Monate trainiert der Choreograph bis zu fünf Stunden pro Woche mit seinen Tänzerinnen und Tänzern in deren Freizeit für den großen Auftritt. Das Besondere an der Adaption dieses Stücks für ihn als Produzenten: "Aus der Vielfalt der Persönlichkeiten ein großes harmonisches Ganzes zu formen", sagt Braun. Das Stück erzählt mit großen Emotionen die Geburt des Zirkus- und Showbusiness in Amerika. Von dem amerikanischen Entertainer P.T. Barnum, auf den "The Greatest Showman" zurückgeht, hat er auch das Credo entlehnt, das er heute über seine Arbeit mit Tänzern stellt: "Die nobelste Kunst besteht darin, andere Menschen glücklich zu machen."

  • gepostet am: Dienstag, 15. Mai 2018

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Hundertwassers

Hundertwassers "Weißbier-Traum"

"Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist es der Anfang einer neuen Wirklichkeit", soll Friedensreich Hundertwasser einmal gesagt haben. Im niederbayerischen Abensberg hatte der vor 18 Jahren verstorbene österreichische Künstler einen Seelenverwandten gefunden: den Besitzer der Traditionsbrauerei Kuchlbauer, Leonhard Salleck. Gemeinsam erträumten der Brauerei-Chef und der wohl berühmteste "Gegner der geraden Linie" eine Hundertwasser-Welt für das Industriegelände am Stadtrand von Abensberg, wo jedes Jahr allein mehr als 100.000 Hektoliter Weißbier gebraut werden. Nach dem Tod Hundertwassers im Jahr 2000 setzte der Brauereichef alles daran, den gemeinsamen Traum in die Tat umzusetzen - mit überwältigendem Erfolg. Seit der Fertigstellung des Hundertwasserturms 2009 und des Kunsthauses im Sommer 2014 lassen sich jedes Jahr bis zu einer halben Million Menschen von der bunt-verspielten Architektur faszinieren.

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Genussradeln durch die "Bayerische Toskana"

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