inKOGnito im Museum mit Bürgermeister Jürgen Huber

inKOGnito im Museum mit Bürgermeister Jürgen Huber

Do, 21.04. Kunstforum Ostdeutsche Galerie, 19 Uhr

Am Donnerstag, 21. April, um 19 Uhr lädt das Kunstforum Ostdeutsche Galerie zum nächsten „inKOGnito im Museum“ ein. Die Bühne gehört an diesem Abend Bürgermeister Jürgen Huber. Der Politiker und Künstler reflektiert über das bewegte Geschehen in der Kunstszene vor 100 Jahren, über die Umsetzung der damaligen revolutionären Gedanken in der Kunst und über die Erkenntnisse, die wir heute daraus gewinnen können.  

„Die 1920er Jahre waren eine energiegeladene Zeit, in der sich nebeneinander unterschiedliche stilistische Ausprägungen entwickelten, hinter denen jedoch dieselbe Motivation steckt,“ beschreibt Jürgen Huber. Gemeint ist die Aufbruchstimmung, die um die Zeit des Ersten Weltkrieges herrschte und die mit politisch motiviertem Streben nach Veränderung einherging. Von großer Bedeutung war die russische Avantgarde mit Kasimir Malewitsch an der Spitze. Vor dem Hintergrund, die Kunst vom Gegenständlichen zu befreien, galt sein „Schwarzes Quadrat“ laut Malewitsch als „ungerahmte Ikone meiner Zeit“. Über diese Vorstellung des Absoluten, das im wahrsten Sinne des Wortes über den Dingen steht, definierte er auch den Begriff des Suprematismus (lat. suprematia für Überlegenheit, Herrschaft, Oberhoheit).

Der vielseitige Künstler El Lissitzky brachte die Ideen des Suprematismus nach Deutschland, wo sie insbesondere bei Künstlern im Umkreis des Bauhauses auf fruchtbaren Boden stießen, darunter auch Johannes Molzahn (1892-1965). Mit dem Schaffen dieses Malers und Grafikers beschäftigt sich Huber in seinem Vortrag näher. In seinem 1919 veröffentlichten Manifest - ein damals typisches Format - plädiert Molzahn für einen „absoluten Expressionismus“. „Jedes Kunstwerk ein flammendes Mal des EWIGEN“, heißt es darin, doch ist der Weg zu diesem Ewigen, zu dem Absoluten durch einen harten, blutigen Kampf der Künstler, die sich als Vorreiter der Menschheit verstehen, gekennzeichnet. Die theoretischen Ausführungen des Künstlers vergleicht Huber mit einigen Beispielen von Molzahns Werken, die sich in der Sammlung des Kunstforums Ostdeutsche Galerie befinden beziehungsweise als Leihgaben bis vor Kurzem in der Dauerausstellung des Hauses zu sehen waren.

Die Teilnahme an dem Vortrag kostet 6 Euro oder ermäßigt 4 Euro inklusive Eintritt ins Museum.

  • gepostet am: Mittwoch, 20. April 2016

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